Kalender & Listen

Wie ich meine Zeit plane & verwalte. Das Thema weckte ziemlich Interesse bei Euch. Und ich lese auch immer wieder gern darüber. Wie ich meine Zeit besser planen kann, wie ich Abläufe optimieren und meine Aufgaben besser in den Griff bekomme. Ich bin eine Familienmanagerin, ich arbeite selbständig, ich bin alleinerziehend. Da geht es gar nicht anders, als sich zu strukturieren. Und weil ich den Kopf frei haben und ein gewissen Maß an Flexibilität bewahren möchte, schreibe ich Listen. Heut bekommt ihr mal einen kleinen Einblick, wie mein Alltag momentan funktioniert.

mahabuch

Kalender

Ich habe mehrere Formen von Kalendern.Am besten funktioniere ich analog, dh, wenn ich mir die Sachen noch richtig mit Stift aufschreibe. Das prägt sich besser ein. Ich bin ein visueller Typ. Wenn ich mir etwas aufgeschrieben habe, dann merke ich mir die Sachen besser und weiss, an welcher Stelle ich sie hingeschrieben habe. Ich zähle die Tage im Kopf anhand des Schemas in meinem Wochenplaner: auf der linken Seite Mo, Di, Mi und auf der rechten Seite der Rest. Wenn sich die Gestaltung des Kalendariums ändert, dann verwirrt mich das und ich verwechsle Termine (das ganze letzte Jahr war dies der Fall. Dieses Jahr hab ich besser draufgeachtet)

  1. Mein Wochenplaner: Als Wochenplaner habe ich seit Jahren schon so einen kleinen schwarzen mit auswechselbaren Kalendarium. Es hat mich früher immer genervt, zu Beginn eines Jahres meine Adressen in einen neuen Kalender einzutragen. Ein extra Adressbuch war mir aber zu unflexibel. Nun habe ich alles in einem plus Seiten für Notizen (Sockenstricktabellen, Muster, Ideen etc) In den Wochenplaner kommen meine unregelmässigen Termine rein. Zahnarzt, Treffen mit Kunden, Verabredungen der Tochter…etc. Zu den Terminen schreibe ich meistens Adresse u Telefonnummer der Verabredung gleich dazu. Regelmässig wiederkehrende Termine wie zB Tochters Zirkus & Yoga oder Wolfs Spielgruppe hab ich im Kopf. In meinem Kalender arbeite ich am liebsten mit Bleistift, dann kann ich verschobene Termine wieder rausradieren und es sieht übersichtlicher und ordentlicher aus.
  2. Mein Jahresplaner: Im letzten jahr habe ich gemerkt, daß sie ein Jahresplaner bewährt hat. Dafür habe ich gern einen Kalender, wo auf einer Seite ein halbes Jahr drauf ist, auf der anderen das andere halbe Jahr. Die liegen manchmal so Zeitungen bei. Diese Art Kalender finde ich gut, um Zeiträume im Überblick zu behalten. Dort trage ich Ferien ein, Urlaub, unsere Wochenenden, Ausbildungen etc. Der Kalender hängt an meiner Wand.
  3. iCal: der einzige mobile Kalender den ich nutze und der gerade langsam beginnt, in meinem Leben Platz zu finden. Bisher nutzte ich den ausschliesslich als Geburtstagskalender. Mittlerweile aber kommen dort alle Termine rein, die für mich und den Mann relevant sind, damit auch er diese Termine in seine Planung einbeziehen kann. Jetzt ploppen allerdings auch immer die Erinnerungen bei mir auf, die sich der Mann setzt, um seinen Alltag im Griff zu behalten (zB “Blumen giessen”jeden Mittwoch 20:00 Uhr)

Listen & Notizen

Ich liebe Listen. Und ich mache mir viele Notizen. Denn meistens kommen Ideen dann, wenn man keine Zeit hat, sie umzusetzen. Deshalb schreibe ich sie mir auf. Oder zeichne, wenn ich etwas sehe.

  1. Mein Maha-Buch (maha (मह, maha) = groß, maximal) Seit ich vor Jahren das Buch “Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags” gelesen habe, besitze ich ein dickes Notizbuch für meine Listen. Die Empfehlung, alles in ein Buch zu schreiben habe ich schon in mehreren Zeitmanagementbüchern gelesen. Mit der Zeit hat sich für mich die Größe A5 und kariert bewährt. Dort schreibe ich alles rein, was ich mir so den lieben langen Tag aufschreibe. To-Do Listen, Ideen, Gesprächsnotizen von Kundentelefonaten, Bestellungen, Kalkulationen, Fundstücke…alles was man eben so aufschreibt. Das Buch habe ich meistens dabei.
  2. Mein Ideen-Skizzenbuch: Das ist schon recht lange inaktiv, hin und wieder füge ich aber etwas hinzu. Anregungen, die ich irgendwo gesehen habe, Ideen, Techniken. Es ist ein dünnes Skizzenbuch A5 mit leeren Seiten. Eine zeitlang hatte ich es immer dabei, jetzt steht es in meinem Regal.
  3. Unsere Kamera: wenn ich weder Zettel noch Stift dabei habe, dann fotografiere ich mir auch schon mal die eine oder andere Anregung ab. Oder ein Rezept aus einer Zeitschrift, wenn ich zu faul bin, es abzuschreiben. Leider habe ich für diesen Ideenfundus noch kein optimales Archivierungssytem gefunden. Genau wie für den Rest meiner Fotos.
  4. Einkaufszettel: Wie der Name es verrät, kommen Einkaufslisten auf Notizzettel. Da habe ich einen Block in der Küche auf dem Kühlschrank liegen. Wenn ich merke, daß was fehlt, schreibe ich es drauf.

To-Do-Listen

Machlisten kommen ins Mahabuch. Reingeschrieben, wie sie mir in den Sinn kommen. Manchmal auch geordnet nach Themen (eMails, Telefonate, Organisatorisches, Geschenke, Kunden etc). Wenn ich besonders viel um die Ohren habe, bekommen die einzelnen Aufgaben manchmal noch rot umrandete Zahlen nach ihrer Priorität. Erledigte Sachen streiche ich durch, ist eine Seite abgearbeitet, streiche ich sie einmal diagonal durch. Wird eine Seite zu unübersichtlich, übertrage ich die verbleibenden Aufgaben in eine neue Liste. Am liebsten schreibe ich Listen in meinem Maha-Buch mit Kugelschreiber & in großen Druckbuchstaben (keine Ahnung, warum).

Und Ihr so?

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13 Responses to “Kalender & Listen”


  1. 1 Eilan 17. Februar 2011 um 08:03

    Liebe Ramona!

    Das war ein sehr interessanter Artikel! Ich mag sowas ja gerne :)

    Ich hab einen DIN A6 Kalender, den ich immer im Rucksack dabei habe. Eigentlich brauche ich den hauptsächlich zur Wochenplanung und für Unitermine.
    Leider führe ich den weniger regelmäßig als ich mir das wünsche, die meisten Sachen weiß ich irgendwie doch auswendig.
    Da ist auch eine Jahresübersicht drin, die ich sehr mag.
    In der Küche hängt ein Kalender, in den ich auch die Termine des Liebsten eintrage. Er vergisst sowas immer und trägt sich höchstens mal was auf dem Handy ein. An meinem Schreibtisch hängt auch ein Kalender.
    Ich hatte früher auch so ein Buch für Notizen, aber irgendwie hab ich mir dann kein Neues mehr besorgt. Ich hab aber schon lange Lust, wieder eins zu haben. Auch, weil ich einfach schöne Kladden und “Reinschreibebücher” mag. Vielleicht fange ich damit wieder an…
    Einkaufszettel führe ich genau wie du.

    Ich bin da auch ein sehr visueller Typ und das Aufschreiben hilft mir beim Merken. Und ich schreibe einfach gerne :)

    Viele Grüße und einen schönen Tag,
    Eilan

  2. 2 Karin 17. Februar 2011 um 08:05

    Und wir so ? :-))
    Also wir haben nen Familienkalender an der Wand und ein Adressbuch , sonst nichts.
    Bin absolut kein Listentyp :-))Ich schreib keinen Wocheneinkaufsplan ,Kochplan oder so und keine to Do Listen

    Skizzenbuch für kreative Ideen wollte ich mal führen, ist für mich gedanklich irgendwie sperrig.

    Aber letztlich ist ja nur wichtig, dass jeder mit seinem System zurecht kommt.

    Liebe Grüße
    Karin

  3. 3 Maria 17. Februar 2011 um 08:33

    Ich habe ja im letzten Jahr mal ausfühlicher über meine Organisation geschrieben.

    In diesem Jahr ist aber alles anders, weil ich das Gefühl habe, dass mir diese Organisiererei nicht nur gut tut, und ich arbeite daran, alle Listen aus meinem Leben verschwinden zu lassen und mich nur auf das Wesentliche zu konzentrieren. So schreibe ich einmal am Wochenbeginn auf, was ich mir für die nächste Woche vornehme und achte darauf, dass es nicht mehr als 6 bis 8 große Dinge sind.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Listen wirklich so gut helfen. Ja, man hat die Aufgaben aus dem Kopf, aber wirklich los lassen sie einen ja auf den unzähligen Listen auch nicht. Beherzt streichen, was nicht absolut und dringend nötig ist, das habe ich in den letzten Wochen gelernt. Ich sage das mal mit einem Augenzwinkern, weil es im Moment für mich noch mehr ein Wunsch als Realität ist: Ein Leben ohne Listen ist auch möglich. Was wirklich wichtig ist, tragen wir ja in uns.

    Liebe Grüße,

    Maria

  4. 4 Karin 17. Februar 2011 um 08:45

    Zitat :
    Was wirklich wichtig ist, tragen wir ja in uns.

    Das hast Du aber wirklich sehr schön geschrieben, Maria.
    ;-)

    Ist bei mir ähnlich, ich beschränke mich auf einige wesentliche Dinge , die ich gut schaffen kann, dazu brauch ich keine Listen.
    Ist evlt einfach Typsache, aber ich denke, das menschl. Hirn ist unglaublich leistungsfähig.
    In der Zeit, in der ich einige solcher Listen führen würde, kann ich schon lange wieder was anderes machen.

    Aber wie gesagt ich glaub, wir Menschen sind einfach verschieden, und das ist ja auch gut so :-)
    Karin

  5. 5 nuiachel 17. Februar 2011 um 08:55

    Für dich wäre Sicher der Rotefader Taschenbegleiter was. :D

    Ich nutze Outlook in Synchronisation mit dem iPhone. Seitdem ich das so mache verpasse ich keine Termine mehr, das ist wunderbar.
    Das sind aber mehr so kleine Erinnerungen, wie an welchem Wochentag welcher Müll an die Straße muss, oder die Bücher spätestens wieder zur Bücherei.
    Die Termine und Verabredungen selbst sind da zwar auch erfasst, aber die hab ich eigentlich auch im Kopf.

    Habt ihr eigentlich mal wieder Lust und zeit auf ein Treffen? :)

  6. 6 earthwitch 17. Februar 2011 um 09:04

    Ich habe meinen ursprünglichen Beruf wegen des Termindrucks aufgegeben. Ich wollte mein Leben nicht in Häppchen unterteilen, die mir die Zeiten, um etwas zu tun oder zu schaffen, vorschreiben. Beruflich, oder eben als Studentin, geht das ja leider nicht immer, aber privat wollte ich keine kleinen Stücke mehr aus meinem Leben machen. Mein Gefühlsleben lässt sich auch nicht stückeln.

    So habe ich natürlich noch einen Kalender, ich nutze ical – weil der sich automatisch mit allem synchronisiert – aber wirklich nur für feste Termine wie Schule, Vorträge usw.

    Die Zeit dazwischen wird eher aus dem Bauch verwaltet. Ich habe Zeiten, wo mir die Arbeit (schreiben) geradezu so aus der Feder fließt, dass jetzt wegen einer anderen Planung zu unterbrechen, passt nicht. Auch Termine wie “Blumengießen” werden nicht notiert. Auch das hängt ja eher vom Zustand und Klima ab.

    Ich lebe in der privaten Zeit eher mit den Naturrhythmen, bestimmte Arbeiten sind nun mal nur in besonderem Klima oder zu bestimmen Zeiten machbar. Die Natur lässt sich nicht in Kalender pressen.

    Ich richte mich also eher nach der Zeitqualität, als nach dem Zeitfenster. Ich weiß nicht, ob der Mensch überhaupt dazu geboren ist, sich eher starren Abschnitten zu unterwerfen.

    Ansonsten hab ich nur noch ein Notizbuch, in dem Ideen und to-dos gesammelt werden, aber nur wild, ohne Prioritäten oder Termine. Einkaufslisten o. ä. Wenn ich was von einer Liste vergesse, dann hab ich es auch nicht unbedingt gebraucht, außerdem trainiert es das Hirn.

    Terminkalender und zu verwaltende Listen kommen mir somit nur so sparsam wie möglich in mein Leben und werden dann auch hin und wieder mal über den Haufen geworfen. Wer keine Zeit hat, hat kein Leben…

    Das mag natürlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Manch einer findet womöglich in der festen Struktur einer Terminplanung die Ruhe und Ordnung, die er braucht. Für Menschen wie mich ist es eher Druck und Zwang.

  7. 7 Micha 17. Februar 2011 um 10:45

    Da kommt schon was zusammen… aber ohne Familienkalender (Jahresplaner), Wochenkalender (immer am PC), Adressbuch und Einkaufslisten käme ich auch nicht aus.
    Auch sonst bin ich froh, wenn die Woche eine bestimmte Struktur hat. Es gibt bei mir zum Beispiel zwei feste Waschtage. Das hat bei einer fünfköpfigen Familie den Vorteil, dass man sich nicht jeden Tag mit dem Wäschethema beschäftigen muss.
    Was aufgeschrieben ist, kreist nicht im Kopf herum und macht Platz für andere Gedanken.

  8. 8 kristl 17. Februar 2011 um 19:49

    Ich seh das ganz ähnlich wie Du und Micha…ich liebe Listen und meine Kalender…habe schon als Schüler meine Kalender genau geführt und vor allem auch verschönert! ich nutze seit greta da ist einen kalender am kühlschrank, zunächst einen jahresübersichtskalender von enna (dawanda) wunderschön aber zu wenig platz für die einzelnen termine etc…nun habe ich eine monatskalender…zusätzlich führe ich ein kleines tagebuch über gretas entdeckung der welt, immer ein aktuelles blatt auf dem ich “to do, want to do, einkaufslisten, flohmarktsachen die ich haben mag und dinge die ich in meinem leben umsetzen möchte” aufschreibe, und dann ein kreatives selbstgestaltetes ideenbuch, in dem ich ausschnitte und aufzeichnungen von frisuren, wohnbeispielen, berührenden fotos, wünsche, geschenkideen und und und sammle…liebe grüße!!!


  1. 1 getting things done. | ringelmiez Trackback zu 17. Februar 2011 um 21:39
  2. 2 Papa und der Osterhase « Jademond Trackback zu 19. April 2011 um 10:09
  3. 3 wip wednesday :: unendliche Liste « Jademond Trackback zu 26. Oktober 2011 um 10:24
  4. 4 Zwischen den Jahren « Jademond Trackback zu 29. Dezember 2012 um 11:12
  5. 5 Zum Basteln :: Wunschsterne « Jademond Trackback zu 31. Dezember 2012 um 19:38

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