Drinnen
Draussen
art . design . crafts . life
übermüdet, verschwitzt, heulend, Milchkotzflecken auf der Schulter, Milchflecken auf der Brust, aufgeschlitzt, bauchschmerzig, muskelkatrig, ungekämmt, augenberingt, gereizt, erschöpft, dauerhungrig, meckernd, genervt, ungehalten, unterbrochen, stilldement, dauernd stillend, rückenschmerzig, schulterverspannt, emotional… das Gefühl, nicht genug zu sein :-(
die Wohnung chaotisch, verkrümelt, verstaubt, Wäscheberge, unfertige Dinge, zuviel
Was ich damit sagen will: hier ist auch nicht alles schön und Sonnenschein
(Keine Angst. Mir geht es trotzdem gut. Manche Tage oder auch nur Momente sind halt so.)
Ich hinke etwas hinterher mit dem Schreiben. Könnt euch ja vorstellen, daß das Leben mit einem Frischling in der Familie etwas anders getaktet ist als vorher. Ich schwanke zwischen Energiehoch und total verliebt bis total erschöpft, müde und überbesorgt. Die ganze Palette. gestern war ich vormittags ein heulendes Wrack, dünnheutig und fern von jeglichem Urvertrauen. Und das nur, weil der Sterngucker einen Schnupfen ausgebrütet hat, Schleim würgt, schnappatmet und Luft beim Stillen schluckt. Hat mich voll mitgenommen. Mittlerweile geht es ihm besser. Der Schnupfen fliesst, er trinkt wieder besser und ich weiss, was er hat. Die Brustentzündung ist zum Glück dank Ruhe recht schnell abgeklungen. Gestern war ich mit meiner Mama einkaufen. Ihr glaubt gar nicht, wie mir dieser Tapetenwechsel gut tat. Mal selber entscheiden, und zwar direkt vor Ort, was in den Wagen landet (und in welcher Menge). Mir gings danach gleich besser.
Aber das wollte ich gar nicht schreiben, sondern euch die Stashbusting-Wollreste-Hose (Anleitung) zeigen, die der kleine Sterngucker nun trägt. Er muss noch bissl reinwachsen und natürlich macht sich der Mann drüber lustig. Aber sie ist kuschelig und ich hab wieder 137 g Wolle weniger.
Der Sterngucker ist nun 4 Wochen alt. Und wächst und gedeiht sehr proper. Neulich (Donnertsag) waren wir bei der U3. Da brachte er stolze 4360 g auf die Waage. Noch zwei Tage zuvor (Dienstag) hatte er 4050 g. Auch in der Länge hat er zugelegt, sodaß ich jetzt schon beginne, Gr 50/56 auszusortieren. Uiuiui.
Heute ist meine Mama abgereist. Hatte Sehnsucht nach ihrem Mann. Plötzlich müssen wir allein Wäsche waschen und die Kinder morgens fertig machen und bespaßen. Bin gespannt, wie das morgen klappt. Liebe Mutti, vielen Dank für deine tolle Unterstützung und Gesellschaft die ganzen Wochen hier. Das war uns eine große Hilfe und Bereicherung. Ich weiss gar nicht recht, wie ich meine Dankbarkeit ausdrücken kann/soll.
… vergehen irgendwie ohne rechtes Muster oder Zeitgefühl. Zwischen Stillen und Wickeln und Schnuppern und Wiegen und Tragen und Staunen und Bewundern. Zu den Mahlzeiten bereite ich das Familienessen. Als meine einzige Tätigkeit im Haushalt. Mittlerweile bringe ich auch wieder die Kinder ins Bett. Aber mir bleibt auch genug zeit für ein Mittagsschläfchen oder hier und da eine Reihe gestricktes. Aber irgendwie ist der Alltag noch ein bisschen rosarote Wolke und Wattebausch. Mit schönem Wetter (bisher) und heute sogar mal einem Ausflug in den Gartenmarkt!
Die Tochter verbringt ihre Nachmittag seit neuestem im Kuhstall eines nahegelegenen Bauernhofes (fragt nicht, wie sie riecht, wenn sie abends nach hause kommt!). Dort hat sie nämlich eine echte Kälbchengeburt miterlebt, wo sie sogar das Kälbchen trockenreiben durfte. Das ist natürlich viel spannender als das langweilige Familienleben mit frischem Baby. Sie schreibt Kuhtagebuch, vergibt Namen an geborene und ungeborene Kälber und sucht bei ebay nach Kuh-Schleichtieren. Begeisterung auf allen Ebenen sozusagen.
Und der Wolf? Der radelt mit seinem Laufrad durch die Siedlung, kommt auf die verrücktesten Ideen und köpft des Nachbars Tulpen (*face palm*). Alles in Butter also hier.
Pünktlich zur Geburt des Sternguckers kam meine Mama hier an. Ihr erinnert Euch vielleicht, wir haben die Fahrkarte extra umgebucht, als wir merkten, daß es doch ernst wird. Und das keine Minute zu früh. Denn kaum war Muttern da, konnte ich noch in der gleichen Nacht die Hebamme rufen. Während ich also mein Abendteuer in der Klinik hatte, schmiss unsere gute Fee den haushalt, kümmerte sich um die Kinder und den gestressten Mann. Und die Fürsorge hält immer noch an. Der Wäschekorb ist jeden Tag leer, die Kinder sind versorgt, die Fenster geputzt und frische Blumen stehen auf den Tisch (weil es sonst so “naggsch” aussieht). Ach, ist das schön, so eine gute Fee im hause zu haben. Und wenn sie nicht wirbelt und tut, dann sitzen wir gemeinsam auf der Couch und reden, stricken oder lesen. So wie am Wochenende, als die Jungs und die Tochter aus dem Haus waren und wir so richtig faul und entspannt sein konnten. Miniurlaubse, sowas.
Danke, Mutti, daß du uns so eine schöne Anfangszeit möglich machst.
Heute waren wir nochmal in Hausham/Agatharied. Wir konnten nun endlich die Geburtsurkunde des Sternguckers abholen. Er konnte seine Namen behalten. Lediglich beim zweiten Vornamen haben wir die Schreibweise ein klein wenig verändert. Und extra einen Absatz unterschreiben müssen, was wir dem armen Kind mit einem so uneindeutigen Namen antun. Naja, so in etwa. Wer nennt sein Kind auch schon Sterngucker. Auf dem Weg zum Standesamt haben wir kurz noch an der Klinik Halt gemacht um ein kleines Dankeschön für das Team der Station abzugeben. Eine kleine Karte für die Pinwand und ganz klassisch eine große Schachtel Danke-Schoki. Danach haben wir noch im Wäldchen vor der Klinik die Mama mit Giersch und Bärlauch glücklich gemacht. Bevor es nach Hause ging, haben wir noch eingekauft. Ein wahrlich geschäftiger Tag heute. Mir geht es jeden Tag besser. Aber so einen ganzen Tag auf den Beinen zu sein – das merke ich noch ziemlich an der Narbe. Da zerrt noch viel Schwerkraft dran herum.
Das Ei hat die Tochter in der Schule gefärbt und bemalt.
Der April wird nochmal ein voller Monat. Gleich zu Beginn haben wir 2 Wochen Osterferien. Ich bin sehr froh, daß der kleine Wolf nun wieder bei Kräften ist. Eine ganze Woche hing er mit Fieber und Schnupfnase durch. Jetzt fährt er wieder Laufrad. Ich hoffe, ich kann meine Batterien in den nächsten Tagen (und vorallem Nächten) wieder aufladen.
Meine Aprilpläne
Besuch bei einer Freundin
Besuch von einer Freundin
Oster- und Familienzeit
Anmeldung in der Klinik
Nena-Konzert
Hospitation im Montessorikindergarten
Meine Mama reist an
vielleicht ein Rohkostpotluck?
meinem Nestbautrieb nachgehen
den letzten Monat zu viert leben
Die Tochter rief mich von der Schule aus an, daß sie mit zu einer Freundin geht.
Also hatte ich den Nachmittag mit dem Wolf allein zu Haus. Als ich ihn vom Kindergarten abholte, sah er, daß die Nachbarin mit ihrem besuch auf der Terrasse sass und Kaffee trank. Da meinte er, er möchte auch im Garten sitzen und essen. An einem Tisch. Unser Tisch ist aber noch nicht aus dem Winterschlaf aktiviert (ich bin momentan keine so große Hilfe beim herunterheben von Sachen, die auf dem Dachboden in der Garage lagern). Also haben wir ein bisschen improvisiert und der Wolf hat sein Mittag auf der Gartenbank verspeist. Danach legte er sich auf die Decke und meinte “Ist das Leben nicht schön?” und liess sich genussvoll die Sonne ins Gesicht scheinen. Später haben wir die Steine mit Wasser bemalt. Und noch später ist er mit seinem Freund, dem Nachbarsjungen, mit dem Laufrad durch die Siedlung gefahren oder war auf dem Spielplatz. Wunderbarer sonniger Frühlingstag.
Die Tochter hatte Spaß bei der Freundin. Sie haben Kröten gesammelt und über die Strasse getragen, Geburtstagskuchen gegessen und Kinderabendteuer erlebt. Schön, daß sie schon so viele Kontakte gefunden hat.
Seit Dienstag nacht war der kleine Wolf krank. Hat ordentlich entgiftet auf allen Ebenden. Es begann mit 3 Ladungen Mageninhalt in der Nacht und setzte sich mit Bauchweh, Schnotternase und allgemeiner Schwäche fort. Der Mann war geschäftlich unterwegs, also haben wir uns die Tage so gut es ging mit Wäschebergen, Filmen und Ausruhen verdingt. Der Wolf hat drei Tage gefastet, war entsprechend schwach und hat am Samstag begonnen, langsam wieder feste Nahrung zu sich zu nehmen. In der Nacht kamen noch Ohrenschmerzen hinzu. Aber generell ist er auf dem Genesungsweg, trinkt die ganze Zeit schön und achtet auf sich (ich bin immer wieder begeistert, wie gut er das macht). Zwiebelwickel, Heilerde, Coolpack & Lavendelöl waren unsere Helfer zur Linderung der Schmerzen. Jetzt bleibt er noch ein paar Tage daheim, um wieder zu Kräften zu kommen. Sieht doch recht abgemagert aus nach seiner Fastenkur.
Entsprechend ruhig habe ich es dieser Tage angehen lassen. Hier und da ein kleines Kreativprojekt und bisschen Haushalt & Nestbau. Aber nix, was groß Konzentration erfordert hat. Denn dafür war ich nach den unterbrochenen Nächten nicht so ganz in Form. Es sind ein paar kleine Sachen entstanden, die ich euch im Laufe der Tage zeigen werde.
Der kleine Wolf hatte in der Nacht seinen Mageninhalt geleert. Entsprechend schlappi war er noch am Morgen. Auch die Tochter schlappte vor sich hin. Also machten wir einen gemeinamen zu-Hause-Erholungstag. Das Wetter bot zusätzliches Seelenheil. Ich bezwang die Wäscheberge, die in der Nacht entstanden waren und arbeite ein bisschen meine WIP-Liste ab. Der Wolf schlief eine Weile und schaute sich kleine Filme an. Er versuchte es auch eine Weile mit Draussensein, aber das hat ihn zu sehr angestrengt. Die Tochter ward ab Mittag nicht mehr gesehen. Sie nutze das schöne Wetter, um im Dorf die frisch geborenen Kälbchen zu besuchen. Und später mit einem Pulk Kinder irgendwo zu spielen (sie kam total schlammig wieder nach Hause. Ich frage nicht…) Für mich war es ein entspannter, sonniger Bastel- und Gruscheltag. Ich denke, heute geht es allen wieder besser.
Letzte Kommentare