Drinnen
Draussen
art . design . crafts . life
übermüdet, verschwitzt, heulend, Milchkotzflecken auf der Schulter, Milchflecken auf der Brust, aufgeschlitzt, bauchschmerzig, muskelkatrig, ungekämmt, augenberingt, gereizt, erschöpft, dauerhungrig, meckernd, genervt, ungehalten, unterbrochen, stilldement, dauernd stillend, rückenschmerzig, schulterverspannt, emotional… das Gefühl, nicht genug zu sein :-(
die Wohnung chaotisch, verkrümelt, verstaubt, Wäscheberge, unfertige Dinge, zuviel
Was ich damit sagen will: hier ist auch nicht alles schön und Sonnenschein
(Keine Angst. Mir geht es trotzdem gut. Manche Tage oder auch nur Momente sind halt so.)
Was es doch ausmacht, wie ein Tag beginnt… Heut hat sich der Wolf mal vom Papa Kindergartenfertig machen lassen. Und ich konnte noch ein paar Minuten länger, mit dem Sterngucker auf dem Bauch, im Bett dösen. Und heut vormittag hat der Mann den Sterngucker bekuschelt und mir einen größeren Zeitblock eingeräumt, um den schon lang vor mir hergeschobenen Tischläufer zu beschreiben. Es fehlen noch ein paar letzte Details und die Fixierung. Dann geht das Hochzeitsgeschenk für die Freundin einer Freundin auf Reisen. Danke, lieber Mann. Samt Sonnenschein geht es mir heute gut.
Und der Nachmittag war nicht minder entspannt. Die Tochter im Kuhstall bei den frisch geschlüpften Kälbchen, Sohn und Papa beim Kompost aufbauen. Der Sterngucker auf der Decke im Schatten schlafend.. und ich?…konnte ein bisschen Rückbildungsyoga machen.
Für den Muttertag hat der Mann uns Weibern dieses leckere, einfache & vegane Menü gekocht. Der Tag an sich verlief recht ruhig und faul. Der Mann, Wolf und meine Mama machten einen Spaziergang, ich schlief derweil mit dem Sterngucker die Reste der Brustentzündung aus. Am Abend kam die Tochter von ihrer Freundin wieder, wo sie das Wochenende verbrachte. Und übergab mir eine Packung selbstgemachtes Sesamkrokant (zuckerfrei!). Oh, da hab ich mich gefreut.
Und abends haben wir zusammen über und mit Hans Klaffl gelacht (auf youtube statt in der Schule, damit ich auch was davon habe)
Mamamiez rief auf, Wissen zu bloggen. Ich nenn es mal meine Erfahrungen mit meinen Kindern zu jener Zeit in jenen Lebenssituationen. Geb ich nun also auch meinen Senf dazu.
Hier habe ich schonmal ein bisschen zum Schlaf der Kinder geschrieben.
Die Tochter
Mein erstes Kind. Jahrgang 2002. Schlief am Anfang im Stubenwagen neben meinem Bett. Im Schlafsack. Nach dem Stillen dann neben mir im Bett, weil ich nachts nicht rumwandern wollte. Mit ihr habe ich noch am meisten probiert. Von “Jedes Kind kann schlafen lernen” bis auf-meinem-Bauch schlafen. Die ganze Palette. In meinem Bett, allein in ihrem Zimmer. Alles. Je nachdem, an welchem Entwicklungspunkt wir uns alle grad befanden. Ab einem bestimmten Alter wanderte sie nachts regelmässig in mein Bett. Und zwar nicht einfach so, sondern sie rief solange, bis ich sie holte. Irgendwann schliefen wir gleich zusammen in einem Bett und die Nächte wurden ruhiger. Die Tochter ist bis heute eine Tiefschläferin, aber sehr wuselig und unruhig im Bett. Sie schläft als Knäuel zusammengerollt unter dem Deckenberg, sodass man erstmal gar nicht weiss, was Beine und Arme sind.
Der Wolf
Jahrgang 2008. Schlief gleich von beginn an bei uns im Familienbett. Zu Beginn mit unter meiner Decke. Anfangs noch nackt, Haut an Haut. Oft auch auf meinem Bauch. Später schraubten wir ein Kinderbettchen ans große Bett dran, wo er seine eigene Liegefläche und kleine Zudecke hatte. Der Wolf ist ein sehr ruhiger Schläfer. Er schläft auf dem Rücken und fast die ganze Nacht in der gleichen Position. Seit unserem umzug hierher hat er sein eigenes Zimmer und schläft in seinem Bett, kommt momentan aber nachts zu mir geschlichen und schläft da weiter.
Der Sterngucker
Frisch geschlüpft, so man das noch sagen kann. Schläft in meinem Bett neben mir, anfangs im Schlafsack, momentan unter meiner Decke. Er ist noch dabei, seinen Rhythmus zu finden. Schläft momentan 2-3 h und stillt dann. Und macht Knöttergeräusche die halbe Nacht durch ;-)
Immer schon gehörten zu unserem Bettgehritual Zähneputzen/Waschen, Buch vorlesen, kuscheln. Ab und zu gibt es kleine Abwandlungen, je nach Situation. Die Tochter zB liest selbst oder zieht es vor, im Bett noch ein Hörspiel zu hören oder zu malen. Oder vertrödelt die Zeit, sodass wir nicht mehr vorlesen (ab 20 Uhr haben wir Feierabend). Oder wenn die Kinder ganz müde sind, dann gibts eine kleine Massage mit Lavendelöl (Goldtröpfchen).
Der Mann hat sich unters Dach ins Zimmer des Großen ausquartiert. Ist ihm zuviel nächtliche Aktion momentan im Schlafzimmer :-)
… vergehen irgendwie ohne rechtes Muster oder Zeitgefühl. Zwischen Stillen und Wickeln und Schnuppern und Wiegen und Tragen und Staunen und Bewundern. Zu den Mahlzeiten bereite ich das Familienessen. Als meine einzige Tätigkeit im Haushalt. Mittlerweile bringe ich auch wieder die Kinder ins Bett. Aber mir bleibt auch genug zeit für ein Mittagsschläfchen oder hier und da eine Reihe gestricktes. Aber irgendwie ist der Alltag noch ein bisschen rosarote Wolke und Wattebausch. Mit schönem Wetter (bisher) und heute sogar mal einem Ausflug in den Gartenmarkt!
Die Tochter verbringt ihre Nachmittag seit neuestem im Kuhstall eines nahegelegenen Bauernhofes (fragt nicht, wie sie riecht, wenn sie abends nach hause kommt!). Dort hat sie nämlich eine echte Kälbchengeburt miterlebt, wo sie sogar das Kälbchen trockenreiben durfte. Das ist natürlich viel spannender als das langweilige Familienleben mit frischem Baby. Sie schreibt Kuhtagebuch, vergibt Namen an geborene und ungeborene Kälber und sucht bei ebay nach Kuh-Schleichtieren. Begeisterung auf allen Ebenen sozusagen.
Und der Wolf? Der radelt mit seinem Laufrad durch die Siedlung, kommt auf die verrücktesten Ideen und köpft des Nachbars Tulpen (*face palm*). Alles in Butter also hier.
Pünktlich zur Geburt des Sternguckers kam meine Mama hier an. Ihr erinnert Euch vielleicht, wir haben die Fahrkarte extra umgebucht, als wir merkten, daß es doch ernst wird. Und das keine Minute zu früh. Denn kaum war Muttern da, konnte ich noch in der gleichen Nacht die Hebamme rufen. Während ich also mein Abendteuer in der Klinik hatte, schmiss unsere gute Fee den haushalt, kümmerte sich um die Kinder und den gestressten Mann. Und die Fürsorge hält immer noch an. Der Wäschekorb ist jeden Tag leer, die Kinder sind versorgt, die Fenster geputzt und frische Blumen stehen auf den Tisch (weil es sonst so “naggsch” aussieht). Ach, ist das schön, so eine gute Fee im hause zu haben. Und wenn sie nicht wirbelt und tut, dann sitzen wir gemeinsam auf der Couch und reden, stricken oder lesen. So wie am Wochenende, als die Jungs und die Tochter aus dem Haus waren und wir so richtig faul und entspannt sein konnten. Miniurlaubse, sowas.
Danke, Mutti, daß du uns so eine schöne Anfangszeit möglich machst.
Im Mai
wäre unser Sterngucker geboren
feiern wir den 4. Geburtstag des kleinen Wolfes
gratulieren wir vielen Freundes- und Familienkindern zum Geburtstag
spielt der Mann zwei Gongmeditationen
geniessen wir noch ein wenig die Fürsorge der Oma
hat der Mann ein bisschen Urlaub
möchte ich Spargel essen
pflanzen wir im Garten herum
machen wir unser Zwergenfeuer an
werde ich immer wieder verzückt den kleinen Sterngucker beschnuppern und bewundern
inspiriert von Frische Brise
Da bin ich wieder. Im Familienglück, noch etwas homronüberwältigt und schwer verliebt. Danke für alle guten Wünsche, Postberge und Geschenke, die mich hier daheim erwarteten. Der kleine Wolf ist ganz vernarrt in den neuen Bruder und möchte ihn am liebsten immer wieder auf dem Arm halten, streicheln, die kleinen Füsse und Hände anschaun und küssen. Sehr suspekt ist ihm noch die Tatsache, daß der Mama der Bauch aufgeschnitten werden musste (und das Baby nicht ganz normal durch den Bauchnabel rauskam). Er möchte immer mal wieder Mamas Naht sehen und stellt Fragen dazu. Ich schwebe hier in der Babymoonwolke und habe kein Zeitgefühl. Der kleine Sterngucker lebt in seinem Kokon und wird abwechselnd von der Familie im Arm gehalten. Mittlerweile hat er die Augen schon eine ganze Weile auf und guckt sich ganz interessiert um. Hach!!!
10 cm Schnee
aufgeregte Kinder
lange Nähstunden für Mama
Spinat & Kartoffeln
Geschenkesuche
rohe Orangentörtchen
selbstgemachte Pasta am Abend
Yogastunde von DVD mit dem Mann gemeinsam
Kreuzbeinmassage
Der ganze religiöse/spirituelle Part fehlte diesmal. Wir sind noch immer auf einem niedrigen Energieniveau und in der Regenerationsphase, schleppen uns eher schlecht als recht durch den Tag, der Energie der Kinder (vorallem des Wolfes) nicht gewachsen, müde und schlaff. Aber es ist ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen. Heute also nochmal ein Gammeltag, vielleicht mit kleinem Osterfeuer am Abend.
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