Mit 'Umzug' getaggte Einträge

Wie es uns jetzt geht

Nun ist ja schon wieder eine Weile vergangen, seit ich mal überschlagen habe, wie es uns so geht in der neuen Heimat. Mittlerweile hat sich vieles geregelt und gefügt. Wir kommen langsam zur Ruhe und gut an. In der neuen Heimat und als Familie. Das fühlt sich gut an.

schneegipfel

Uns (vorallem mir) geht es jetzt schon viel besser als noch vor ein paar Wochen. Vorallem habe ich mich hormonell stabilisiert. Das macht so viel aus. Ich bin jetzt in der Mitte der Schwangerschaft, ja allgemein hin bekannt als die Zeit, in der es einem am besten geht. Ich habe ein wenig mit meinem niedrigen Blutdruck zu kämpfen, die Gebärmutter scheint zu wachsen, ich habe Kontraktionen und muss schaun, daß ich etwas langsamer mache hier. Aber das wollte ich gar nicht schreiben.

Das Haus
Es ist gemütlich. Hier und da fehlen noch ein paar Dinge. Aber so im Großen und Ganzen hat alles seinen Platz. Wir haben schöne Lampen für die Couchecke, die Kinderzimmer (Tochter, Sohn) sind soweit fertig. Wir haben uns ein Bett und das fehlende Lattenrost & Matratze bestellt. Da warten wir noch auf die Lieferung. Als nächstes soll ein Bücherregal für’s Wohnzimmer her. Das fehlt noch.  Nach und nach wird auch mal eine Kiste immer Keller wieder leer. Die Familienpinwand füllt sich mit Fotos und Ideen.
Das Haus selbst hat ein paar Macken, die wir kennenlernen dürfen. Neulich hat es bei Sturm und Regen von der Decke getropft. Ventile der Heizung mussten ausgetauscht werden. So Kleinigkeiten halt. Auch mit der Fußbodenheizung lernen wir umzugehen.

Die Familie
Das Familienleben, wage ich mal zu behaupten, klappt wieder recht gut. Nach anfänglichen Distanzierungen, sind wir nun ein gutes Team. Im Alltag klappt das Aufgaben-teilen und Verantwortung tragen ganz gut. Klar haben wir auch mal den ein oder anderen Minikonflikt. Aber nix, wrüber wir danach nicht lachen können. Abends bringen wir die Kinder gemeinsam ins Bett. Ich putz dem Wolf die Zähne, der Mann liest zwei Bücher mit ihm, ich leg mich dann dazu bis er einschläft (meistens dauert das 5-10 min). Insgesamt hat jeder hier jetzt seinen Platz gefunden. Es gibt keinen Kampf oder Unklarheiten mehr um die Rollen innerhalb der Familie. Wir leben alle hier und keiner ist mehr beim anderen zu Besuch (und verhält sich entsprechend). Mann und Bonustochter leben einträchtig in Frieden miteinander. Es war eine gute Entscheidung.
Die Tochter hat eine gute Freundin hier gefunden, mit der sie eigentlich fast die ganze freie zeit verbringt. Die beiden sind entweder bei uns oder bei den anderen. Ich bin froh, daß sie auch in der anderen Familie willkommen ist. Neulich hat sie über die Weihnachtstage auf deren Katze aufgepasst. Als Dankeschön waren die 3 (Freundin, Mama und Tochter) zusammen Flammkuchen essen. Ich habe vor, im Januar mit den Mädels mal ins Schwimmbad zu fahren. Ab Januar geht die Tochter auch zum Reiten. Mein Bruder war so lieb, ihr die Reitstunden zu schenken. Danke!
Auch der Sohn hat einen Freund gefunden. Der gleichaltrige Nachbarsjunge geht in seine Kindergartengruppe. Auch nachmittags spielen die Jungs zusammen draussen oder abwechselnd bei uns oder bei den anderen. Es ist schon eine feine Sache, wenn man die Kinder einfach rauslassen kann, ohne ständig schaun zu müssen, wo sie sind und was sie tun. Das macht vorallem unsere Wochenende sehr entspannt.

Die Mobilität
Daran hat sich noch nichts geändert. Nach wie vor bringe ich den Mann morgens zur Bahn und dann den Wolf zum Kindergarten. Die Tochter fährt mit dem Bus zur Schule. Jedoch können wir uns mittlerweile mit dem Nachbarn zusammentun udn einige Strecken teilen. mal bringen wir den Nachbarssohn mit, mal der Nachbar unseren Wolf. Somit kann der Mann auch mal das Auto nehmen. Oder wir treffen uns zu gemeinsamen Ausflügen nach München bei seiner Arbeit. Es verlangt noch viel Planung, aber wir haben uns damit arrangiert. mal sehen, wie es wird, wenn das Baby da ist.

Die Umgebung
Es stinkt nicht mehr ganz so viel nach Jauche. Dafür wurden wir in den letzten Wochen mit wunderschönen Himmelszauberein verwöhnt. Eine kleine Belohnung für die täglichen Fahrten zum Bahnhof ist die tolle Landschaft. Je nachdem, wo wir langfahren und wie das Wetter ist, haben wir einen ausgezeichneten Blick auf die Alpen. Jetzt mit Schnee bedeckten Gipfeln. Mal sonnenbeschienen, mal mit Nebelschwaden. Wirklich sehr schön. Ich erkunde mir nach und nach kleine Spazierwege durch den Ort. Wir haben auch schon mal einen kleinen Ausflug mit dem Auto gemacht, um die Umgebung kennenzulernen.
Über die Weihnachtszeit war im Ort ein Adventskalender zu entdecken. 24 Familien hatten in einem Fenster ihres Hauses eine kleine Szene dekoriert. Mal waren das Schneewitchen und die 7 Zwerge aus Barbiepuppen oder mal eine kleinen Puppenbäckerei. Ein anderes Fenster zeigte eine Winterlandschaft mit Rehen usw. Das finde ich eine total nette Idee. Leider habe ich gar nicht rausgefunden, wo es eine Liste mit den Häusern und Fensterchen gibt. Hm. Aber so haben wir auf unseren Spaziergängen immer was zu entdecken.

Ökologischer Fußabdruck
Ich finde langsam meinen Frieden. Familienglobal betrachtet fallen die täglichen Autofahrten weniger ins Gewicht als unsere vorherige Wohnsituation mit den Pendelfahrten von Freiburg-Scheyern und zusätzlich den täglichen Arbeitsfahrten des Mannes Scheyern-München. Insofern also doch eine Verbesserung.
Durch das tolle Gemüseabo sparen wir Verpackungsmüll und Einkaufsfahrten.Verglichen mit den Nachbarn (kinderlos) dauert es länger bis unsere Mülltonne gefüllt ist und wir haben auch weniger Gelbe Säcke.
Ausbaufähig ist noch unser Stromverbrauchsverhalten im gesamten Haus. Da vergisst schon mal der ein oder andere abends den Weihnachtsbaum auszuschalten oder einen Lichtschalter zu betätigen. Aber da achte ich mit Argusaugen drauf und schimpfe die Familie ;-) Ab morgen wollen wir auch die Zählerstände regelmässig checken und schaun, wie sich unser Stromverbrauch entwickelt. Da bin ich nämlich pingelig.

Fazit
Wie schon vermutet, brauchten wir einfach ein bisschen Geduld. Als ich von Freiburg zurück kam, habe ich mich auf “zu Hause” gefreut. Das war ein gutes Zeichen. Und so fühlt es sich auch an. Zu Hause. Familie. Wir haben hier sogar schon Besuch gehabt.

nach dem Umzug

Wie geht es mir eigentlich hier, so 3 Monate nach dem Umzug? Mit den ganzen innerlichen und äußerlichen Veränderungen. Jetzt da das gröbste Chaos vorüber ist, mein Hormonhaushalt wieder etwas stabiler und wir so langsam einen Alltagstrott bekommen, kann ich mal Resümieren.

Die Wohnung

Hier hat nun der größte Teil seinen Platz gefunden. Es stehen noch immer unausgepackte Kisten im Keller, die wir schon gern noch auspacken würden. Momentan fehlt es uns an dem ein oder anderem Regal. An vielen Stellen im Haus brauchts noch Lampen und Gemütlichkeit. Wir brauchen noch zwei Bettgestelle bzw Schlaflösungen für die diversen Zimmer. Mein 1,40 m Bett aus Freiburg – da hat ja das Lattenrost nicht die Treppe raufgepasst- liegt nun als Matratze am Boden des Wolfszimmers. Nur eine Zwischenlösung, da es in dem kleinen Zimmer viel Platz wegnimmt, und ich da nicht mehr lang hochkommen werde, wenn der Bauch wächst ;-) Im Schlafzimmer steht momentan auch nur ein Einzelbett und eine Matratze nebst Lattenrost am Boden. Da soll wieder ein gemeinsames Schlaflager hin. Aber grad ist einfach kein Geld da auch nur irgendwas zu kaufen in diese Richtung.  Kommt noch. Wir setzen das alles auf eine Liste und arbeiten die ab, wie das Geld reinkommt. Insgesamt wächst die Wohnlichkeit mit dem Leben was hier so stattfindet. Kleine Fortschritte in homöopatischen Dosen. Neulich hab ich wieder im Keller bissl gerichtet und geräumt, im Wolfszimmer Gardinenstangen angebracht etc.  Es wird.

Die Familie

Auch in der Familie war anfänglich Chaos. Ich war mit mir und meinen inneren und äußeren Veränderungen beschäftigt. Und dem Alltag mit den Kindern. Der Mann war viel unterwegs und hatte geschäftlich einiges um die Ohren. Wir mussten uns alle mit der neuen Situation arrangieren. Gewohnheiten anpassen, aufeinander abstimmen, Freiräume wahren, Grenzen setzen…die ganze Palette. Das war für alle echt anstrengend und eine zeitlang war hier wirklich irgendwie alles komisch. Ich hab mich sehr unverbunden gefühlt mit dem Mann, wir sind uns abends aus dem Weg gegangen, weil jeder seine Ruhe wollte, ich war dauernd gereizt oder anders in Extremstimmung. Aber eines Abends konnten wir mal miteinander sprechen, ein paar Tränen fliessen lassen und überlegen, wie es weitergeht bzw uns einfach auch etwas Zeit zuzulassen. Fürs Ankommen. Seit dem ist es wieder schön. Wir sitzen abends gemeinsam beisammen, spielen Keltis oder arbeiten an gemeinsamen Projekten. Oder jeder an seinem. Aber wir reden wieder miteinander :-)

Die Mobilität

Unser leidigstes Thema. Wir haben nur ein Auto, bräuchten aber eigentlich zwei. Die Wege sind hier so weit auseinander, daß es ohne Auto einfach nicht geht. Momentan gestalten wir den Arbeitstag so, daß ich den Mann morgens 10 km zur nächsten S-Bahn fahre (und er in die Arbeit). Dann fahre ich zurück, bringe den Wolf in den Kindergarten (4 km), fahre nach Hause zum Arbeiten. Dann hol ich den Wolf gegen 14 Uhr wieder ab (zwischenzeitlich kommt die Tochter mit dem Bus von der Schule). Abends hole ich mit den Kindern (oder nur dem Wolf) zusammen den Mann wieder an der S-Bahn ab. Dieses Rumgefahre zerlegt mir meinen ganzen Arbeitstag und begibt uns beide in eine Abhängigkeit, die wir so nicht kennen. Ausserdem ist jegliche Regelmässigkeit eine echte Herausforderung, da der Mann keine festen Arbeitszeiten hat, die jeden Tag gleich sind.

Die Umgebung

Wie bereits erwähnt sind die Wege sehr weit. Ich vermisse mein Fahrrad, was nahezu ungenutzt im Schuppen steht. Ich bin kaum noch zu Fuß unterwegs. Für alles brauch ich ein Auto. Der Weg zum Einkaufen und Kindergarten führt entlang einer Landstrasse, wo die Autos mit 100Sachen langdüsen. Das ist mir zu riskant, da mit den Kindern langzuradeln. Macht auch kaum einer. Ist eher so für Hobbyrennradler am Wochenende. Aber nicht so für Alltagsradler wie mich. Einkaufen mit dem Fahrrad ginge beim Herrmannsdorfer, aber die Apothekenpreise mag ich mir dauerhaft nicht leisten.
Die Luft stinkt derzeit ständig nach Gülle (Odl, Jauche), weil die Bauern ihre Abfallprodukte auf die Felder rausfahren (danach sieht das Gras auch total verseucht aus). Nee, das ist echt ekelhaft und widert mich jeden Tag aufs neue an. Zum Glück bin ich jetzt nicht mehr so geruchsempfinlich, wie noch zu Beginn der Schwangerschaft.

Ökologischer Fußabdruck

Abgesehen von alledem blutet mein ökologisches Herz. Mein Fußabdruck auf diesem Planeten ist wahrscheinlich um ein vielfaches größer geworden. So viel Autofahren. Und auch die Einkaufsmöglichkeiten sind andere. Bio in Plastikpackungen aus dem Discounter oder Biosupermarkt ist nicht das gleiche, wie in meinem liebsten Quartiersladen, wo ich vieles selbst abfüllen konnte. Wo ich zu Fuß hinlaufen konnte, am Spielplatz vorbei. Bewegung, Frischluft. Das alles muss ich jetzt in ein ganz neues Alltagskonzept einarbeiten, damit es funktionert.

Fazit

Wir haben beschlossen geduldiger zu sein. Und uns nicht an Mangelgedanken festzuhalten, sondern die Fülle in unserem Leben zu sehen. Wie schön der Rauhreif über der Wiese liegt oder die Berge zu sehen sind, was für schöne Ausflugsziele in der Umgebung wir noch erkunden können oder wie schön der Himmel beim Sonnenaufgang aussieht. Klar kommt da mal wieder ein moralischer Tag. Dann kann ich ja nach München fahren. Oder nach Freiburg. Und für die Zeit um die Geburt herum (um schonmal so weit vorauszudenken) hat uns meine Mama ihre Hilfe angeboten! Und ich lerne immer mehr nette Menschen (aus dem Internet, vom Yoga) kennen, die hier in der Umgebung wohnen. So langsam beginne ich, mich etwas nach aussen zu öffnen und es auch zuzulassen, daß es hier schön werden kann. Aber da ist auch noch viel Wehmut und Sehnsucht und Festhalten dabei.

wip :: Zimmeraufteilung

zimmerplaene

Unser Hab und Gut (ca 30 Kubikmeter) sind in des Mannes Garage eingelagert und wartet dort darauf, zusammen mit seinen Sachen in unser gemeinsames Haus umzuziehen. Anfang September. Bis dahin sitzen wir hier vor den Plänen und grübeln über die Zimmer- und Möbelverteilung. Gar nicht so einfach.

  • Beginnen wir mit dem einfachsten. Der Küche. Die steht nämlich schon im neuen Haus, weil wir sie von den Vormietern übernehmen. Komplett eingerichtet. Wir müssen nur unsere Teller und Töpfe in die Schränke stellen.
  • Küche und Wohnzimmer fliessen nahntlos ineinander über. Somit ist auch der Essplatz klar. Den machen wir genau dorthin, wo auch die Vormieter ihren schon haben. Umrahmt von einem hölzernen Balken wird unser Esstisch gleich ziwschen Küche und Wohnraum stehen. Bleibt auch nur eine Ecke für die Riesencouch des Mannes.
  • Dann gehen wir ein Stockwerk nach oben. Da gibt es drei Zimmer und ein Bad. Ein Zimmer bekommt die Tochter, eins der kleine Wolf und eins wäre das Schlafzimmer. Das bekommt aber der Mann. Da wir eh nicht beieinander schlafen (aus vielerlei Gründen) und der Mann gern einen Rückzugsort vor uns Chaosbande möchte.
  • Noch eine Treppe hoch gehts unters Dach. Dort ist ein großes Studio. Das wird mein Reich. Schliesslich tragen die meisten Kartons die Aufschrift “Büro” (Atelier, Studio…sie wissen schon)
  • Im Keller gibt es Waschraum, Lagerraum und einen Hobbyraum. Den Hobbyraum darf der große Sohn sich als Domizil einrichten.

Der Leser wird sich nun fragen, was dran so kompliziert sein soll? Auf den ersten Blick nichts, auf den zweiten Blick machen wir es uns kompliziert. Wär ja sonst langweilig.

  • Der große Kleiderschrank des Mannes passt nicht in das künftige Zimmer von ihm. Im kleineren Kleiderschrank, den wir in Freiburg hatten, ist nicht genug Platz für seine lange Reihe an Business-Parallelwelt-Hemden und Hosen (bei uns ist er derjenige, der mehr Sachen besitzt). Dafür haben wir aber schon eine Lösung gefunden, denn -tralala- der Kleiderschrank ist PAX und somit erweiterbar und umbaubar :-)
  • Ich habe nun keinen Kleiderschrank, da der Mann den Freiburger Schrank bekommt und der große jetzige Schrank nur im Kellerzimmer Platz finden wird. Auch für die Tochter müssen wir eine Lösung finden.
  • Der kleine Wolf hat noch kein Bett. Matratze und Lattenrost ist vorhanden, um den Rest kümmern wir uns noch.
  • Ich möchte eigentlich nicht so gern auf einer anderen Etage als die Kinder schlafen (die Kinder kommen regelmässig und unregelmässig nachts doch immer wieder zu mir ins Bett). Mein großes Bett ist zu groß für das kleine Zimmer des Wolfes, sonst würde ich bei ihm nächtigen.

Und so geht das ewig hin und her…Ich denke aber, das gröbste haben wir erörtet, der Rest ergibt sich aus dem Zusammenleben und der Praxis. Wir wollten jedoch schonmal grob die Möbel beschriften, damit die Spedition sie in das richtige Zimmer tragen kann.

Im Dazwischen

curryessen

umzugswagen

melonenpause

zelt

heimbachhof 1

heimbachhof 2

zeugnisausgabe

Die erste Etappe unseres Umzugs ist geschafft. Die Wohnung ist leer, gemalert und zurückgegeben. Wir wohnen nicht mehr in Merzhausen. Wir hatten noch eine schöne, sehr intensive Woche in Freiburg. Ein bisschen wie Urlaub. Die Tochter hat sich noch viel und intensiv verabredet, wir haben Freunde getroffen, Feste gefeiert und liebgewonnene Orte besucht. Wir haben nocheinmal beim Lieblingsinder Mittag gegessen, waren in der Bibliothek, haben auf dem Heimbachhof gezeltet und die Fülle genossen (und leider ein paar Grasmilben abbekommen). Der kleine Wolf fand alles recht suspekt. Oft hat er gesagt, er möchte nach Hause. Er war zeitweise ein bisschen unausgeglichen. Seine kleine Kinderwelt, die sich vor seinen Augen verändert. Möbel, die in ein Auto gepackt und weggefahren werden (“Aber wir brauchen die doch noch”). Ein großes “Warum” in seinen Augen. Ich hoffe, bald wird es wieder ruhiger. Wir sind im Dazwischen. Im September kommen wir erst in unser neues Zuhause. Derweil machen wir ein bisschen Sommerferien.

Abschied :: Zirkus

abschied zirkus

Am Donnerstag hatte die Tochter ihre letzte Zirkusstunde. Jede Woche hat sie dort zwei intensive, lustige, akrobatische und vielseitige Stunden verbracht. Zirkus Balluna ist ein Zirkus, wo man merkt daß er von Herzen geführt wird. Die Tochter hat dort am Trapez geturnt, ist trampolin gesprungen, Einrad gefahren, hat Englisch und Jonglieren gelernt. Zum Abschluss haben wir einen Drehteller und Stab zum Üben gekauft. Weil sie so begeistert war über die neuen Tricks, die sie jetzt kann.

Festgestellt

kueche 1

Unsere derzeitige Chaosküche

zeugnisse

Die fertigen Zeugnise (Fotos der Kinder)

  • Meine Zehe ist geschwollen und rot nachdem ich gegen den Puppenwagen des Sohnes gestossen bin
  • “der Regenschirm hat keinen Mund”
  • die Zeugnisse sind fertig gestaltet und aus meinem Kopf und Händen *puh*
  • So ohne Küche funktionieren alteingesessene Automatikprogramme in der morgendlichen Routine nicht mehr und bringen den Mann aus dem Gleichgewicht
  • “Wenn wir das Essen auf den Balkon stellen, kommen die Vögel und picken daran rum. Das sollen die aber nicht”
  • nur noch 2 Tage bis die Spedition kommt
  • Ab Montag kommt hier keine Post mehr an (Nachsendeauftrag ist eingerichtet)
  • Ich war beim Frisör. Die ganze Geschichte nebst Bildern dann morgen.
  • Wir haben einen Haufen Möbel und Dinge an das Berghaus-Projekt unserer Yoga-Sangat geschenkt
  • Sollte ich dieses Jahr Geburtstage vergessen, verzeiht mir bitte hoffentlich. Ich konnte meinen Kalender nicht wieder restaurieren und muss neu sammeln. Nach dem Umzug.
  • Nächste Woche jagd eine Party die andere. Ich freu mich!

wip wednesday :: let the chaos begin

kuehlschrank

Heute ist Mittwoch. Bisher war hier wirklich Ruhe vorm Strum, falls man das so nennen kann. Aber am Montag fiel es mir wie Schuppen von den Augen, daß wir nun nichtmal mehr eine Woche hier wohnen werden. Siedend heiss fiel mir gestern abend ein, daß ich ja den Kühlschrank abtauen muss, weil der heute abend abgeholt wird. Wir schenken ihn einer Freundin (zusammen mit der Küchenarbeitsplatte und Spüle). Also haben wir schnell noch alle Sachen aus dem Gefrierfach rausgefuttert. Es gab Banenen-Ananas-Eis satt.

Die Spülmaschine lassen wir von einem Entrümpelungsmarkt hier in der Nähe abholen. Die ist schon altersschwach und zieht auch nicht mit um. Wir haben ja eine komplett moderne Küche vom Vormieter unseres neuen Hauses abgekauft. Dann wirds erstmal leer sein hier.

Insgesamt leeren sich die Regale und füllen sich die Kartons. Viel zu viel udn ich würde weiterhin gern die Hälfte meines hausstandes verschenken oder verkaufen, um mich leichter zu fühlen (am liebsten den Inhalt des Kinderzimmers…muhahaha…zu diesem bin ich noch gar nicht vorgedrungen *Panik*)

Zwischendrin erledige ich noch die letzten Kundenaufträge, die Zeugnisse und Bestellungen. Ab dem 25. 7. kann ich erstmal bis Anfang August nichts mehr (geschäftlich) machen. Dann leben wir im Zelt in der Pampa :-)

edit 11:00: Nun ist die Spülmaschine abgeholt, der Kühlschrank abgetaut (ich muss ihn nur noch putzen), die Spüle abmontiert und die Arbeitsplatte frisch geölt. Jetzt schraube ich die Küchenarbeitsplatte locker und bemühe mich, die Silikonfuge zu entfernen, damit heut abend die Sachen abgeholt werden können. Ein komisches Gefühl.

edit 15:00: Der Kühlschrank ist geputzt, die Spüle nebst Arbeitsplatte abholbereit. Ich habe meinen Termin bei der Heilpraktikerin abgesagt. War mir insgesamt zu stressig. Sie hatte Verständnis. Tochter ist spontan mit einer Freundin ins Theater gegangen. Ich hab den Keller soweit ausgemistet. Im Keller sind weniger Kartons als bei unserem Umzug aus Hamburg im Keller waren. Ich werte das als gutes Zeichen. Wir haben Hunger und gehen noch was einkaufen. Insgesamt versuche ich nun, unsere Trockenvorräte umzugstauglich zu schrumpfen. Vielleicht bereite ich uns noch ein paar Rohkostleckerein im Trockner auf Vorrat für nächste Woche im Zelt.

Noch ein paar Umzugsgedanken

Berganger

Der Mann war gestern nochmal in der neuen Heimat, um mit den Vormietern den Vertrag für die Küche zu besiegeln. Wir übernehmen ja die niegelnagelneue Luxusküche der derzeitigen Mieter. Der Mann wurde gleich dazu verdonnert, nochmal ein Foto zu machen. Bisschen dunkel, aber mit Bergen :-)

Derzeit beschäftigen mich, abgesehen vom restlichen Umzugschaos, noch zwei Themen. Zum einen ist es das Kindergartenthema für den Wolf. Schule ist ja nun in Sack und Tüten. Und zum anderen das Mobilitästhema, was sich wohl durch einen Haufen Kreativität, Flexibilität und Muskelkraft lösen lässt (vorerst).

Kindergarten
Anders als hier in Freiburg, wo man praktisch jede Form des Kindergartens in unmittelbaren Nähe hat (Waldorf, Wald, Waldorf-Wald, Städtisch usw usw) und scheinbar auch kein wirklicher Mangel besteht (lange Wartelisten ect) verhält es sich in der neuen Heimat.

Zur Schule der Tochter gehört ein Kindergarten dazu. Das ist ein Montessorikindergarten. Er befindet sich auf dem gleichen Gelände wie die Schule, von unserem Wohnort ca 15 Autominuten entfernt. Der Kindergarten hat Betreuungszeiten von wahlweise 7:30 -13 Uhr oder 7:30 – 14 Uhr (dann mit Mittagessen) und Mittwochs auch bis 15:45. Kosten: 140-160 Euro je nach Modell. Die Kinder werden erst ab 4 aufgenommen. Der Wolf ist im Oktober 3 Jahre und 5 Monate.

Zum Kindergarten gehört eine Kleinkindgruppe in einem anderen Ort (5 km von unserem Haus entfernt). Die Kleinkindgruppe bildet den Vorläufer zum Kindergarten. Die Betreuungszeiten sind nur Mi, Do, Fr von ca 8 -13 Uhr. Regulär würde die Spielgruppe 240 Euro kosten, aber man darf auch beantragen, weniger zahlen zu wollen. Die Kleinkindgruppe wird durch die Mitarbeit der Eltern mitgetragen. Rotierend würde ich eine Woche alle x Wochen in der Kleinkindgruppe zugegen sein und die Erzieherinnen unterstützen.

Dann gibt es noch den Kindergarten, der zu den Hermannsdorfer Landwerstätten gehört (nichtmal 3 km vom Wohnort entfernt). Der hört sich am besten an (vom Konzept, den Betreuungszeiten und Kosten her). Nur leider hat er keinen Platz frei und eine Warteliste.

Die umliegenden Gemeindekindergärten haben wir uns per Internet angeschaut, finden aber keine davon überzeugend.

Nun gibt es folgende Möglichkeiten:

1. Wir sagen der Kleinkindgruppe zu, zahlen aber max 160 Euro. Der Wolf würde dort ab Oktober hingehen (September möchte ich gern noch zum Ankommen lassen, damit nicht Umzug und Kindergarteneingewöhnung so dicht aufeinander folgen) Ab Mai nächsten Jahres (oder wann auch immer es möglich ist) geht der Wolf dann in den Montessorikindergarten bei der Schwesterschule (was jedoch nicht gleichbedeutet mit nur einem Fahrtweg ist, da sie ja unterschiedliche Abholzeiten haben werden)

2. Ich lasse den Wolf daheim bis er 4 ist und dann kann er in den Montessorikindergarten gehen. (Was bedeutet das für mich und meinen Arbeitsalltag?)

3. Ich melde ihn in Hermmannsdorf an und vertraue, daß wir trotz Warteliste einen Platz bekommen. Genau wie wir es beim Schulplatz der Tochter gemacht haben. Ich mache in Hermmannsdorf einen Termin für eine Hospitation. Der Sohn geht die ganze Kindergartenzeit dorthin und danach in die Schwesterschule. Ich schliesse in meiner Projektion von vornherein die Möglichkeit aus, daß er keinen Platz bekommen könnte.

Was würdet ihr tun?

Mobilität

Wir haben ein Auto. Damit fährt der Mann zur Arbeit. Die Arbeit des Mannes ist ca 30 Autominuten vom Zukunftswohnort entfernt.
Die Schule ist 15 min vom Zukunftswohnort entfernt und zwischen Arbeit und Wohung.
Ich hoffe, daß es einen Schulbus Richtung Schule und zurück auf dieser Strecke geben wird (es gibt einige reguläre Schulbusse und einige schuleigene Sammelschultransporte. Ich weiss noch nicht, auf welcher Strecke wir liegen oder ob es gar andere Eltern aus unserer Richtung für Mitfahrgelegenheiten gibt.)
Der Kindergarten, siehe oben, liegt zwischen 3 und 10 km vom Wohnort entfernt. 3 km kann ich mit dem Fahrrad erradeln, 10 km ungern. Zudem kommt ja dann auch der Herbst & Winter…
Die S-Bahn nach München (für den Mann in die Arbeit) ist 13 km entfernt. Die Busanbindung ist schlecht bzw gar nicht vorhanden.

Langfristig gesehen wird es wohl auf einen Zweitwagen hinauslaufen, kurzfristig gesehen werde ich unglaublich muskelbepackte Beine vom Fahrrad fahren bekommen. Muahaha.

 

Alles gut hier

grosserjunge 2

Vielen Dank für eure lieben Kommentare und Hilfsangebote. Die Tochter kam gestern abend rechtzeitig nach Hause, sodass ich noch unseren Kühlschrank und das Waschpulver auffüllen konnte. Dem Windpockling gehts gut. Die Bläschen verkrusten, ganz wenige blühen noch. Der Juckreiz ist nicht mehr so stark (wir machen übrigens, wie auch bei der Tochter, nichts auf die Windpocken drauf. Wenn’s mal ganz arg juckt, bestreichen wir die Stelle vorsichtig mit etwas kolloidalem Silberwasser, gestern auch mit Muttermilch <–Allheilmittel :-)

Irgendwie kommts mir vor, als hätte der Wolf durch die Windpocken das letzte bisschen Kleinkind abgestreift. Ich musste ihn heut morgen ganz wehmütig und sentimental anschauen und festellen, daß ich ein neues Baby brauch. Schnief. Mein kleiner, großer Junge!

Heute geht der Wolf zu seinem Spielgruppenfreund spielen und ich flaniere mit der Tochter und ihrer Freundin in der Stadt. Das war schon lange so ausgemacht und ich habe diesen einen Termin nicht verschoben.

Mit meinen Projekten komme ich soweit gut voran. Diverse Aufträge konnte ich abschliessen und anderen Kram erledigen. Ich hab grad ein ziemliches Motivations- und Energiehoch. Mal sehen, wie lange das noch anhält.

Auf meinem wip wednesday Tisch heute: Umsatzsteuererklärung für das 2. Quartal 2011. Copyshop ich komme!

Und Kisten packen. Ich beginne, meinen Hausstand auf Kartons zu verteilen und merke, daß ich echt einen Haufen Zeug besitze. Der Großteil davon ist Bastel- und Kreativkram, den ich aber nicht wegwerfen mag. ich würde ihn aber gern in gute Hände abgeben (zumindest einen teil davon). Wer also gerne Collagen und Karten bastelt und wieder ein bisschen Input in seinen Bastelkoffen haben möchte, der melde sich bei mir.

Dankbar sein

Dankbar sein für das was ist. Da kommt das Universum immer wieder mit kleinen Geschichten, die mir helfen, die Augen auf zu machen, mich wieder mit mir zu verbinden. Dankbar zu sein.

Ich hatte heute, anfangs geschäftlich bedingt, ein Telefonat mit einer Mit-Yogalehrerin. Nachdem wir unser geschäftliches “Problem” besprochen hatte, kamen wir ins ratschen. Es ging um unseren Umzug und wo es hingehen soll. Ihre Reaktion, als ich ihr die gegend nannte: “Das ist toll! Dort gibt es noch kein Yoga. Dort kannst du was aufbauen. Da kannst du Fuß fassen…” Da wurde es mir wieder bewusst. Es ist hier ein Überangebot an all diesen tollen Sachen. Da wird man bequem und beginnt, zu konsumieren. Aber es ist doch auch interessant, wo hinzukommen, wo es noch nichts gibt und selbst aktiv zu werden. Das hinzubringen, was fehlt. Danke für die andere Sichtweise.

Dann ist da noch der Kindergarten. Wir brauchen einen Kindergartenplatz für den Wolf. Naja, ich möchte gern einen, weil ich nicht so gut nachts arbeiten kann und auch nicht, wenn er um mich herumtummelt. Ausserdem glaube ich, daß es ihm gefallen wird. Nun gibt es in der Gegend nur die ganz normalen Kindergärten, keine dieser etwas freieren Konzepte, die wir bisher so hatten. Ausser eine Kleinkindgruppe, die für ihn aber nur ca 8 Monate in Frage kommt. Aber das Konzept der Gruppe klingt interessant. Danach hat er die Möglichkeit in den Montessorikindergarten, der zu Tochters Schule gehört, zu gehen. Etwas zögerlich bin ich, was die Betreuungszeiten (nur 2-3 Tage, 3h) betrifft und den Preis dafür. Aber ich möchte dankbar sein für das Angebot. Dankbar, daß sich Menschen die Mühe machen und den Mut haben, einen anderen Weg zu gehen.

Ich bin gespannt, wie unser Puzzle weitergehen wird. Immer mehr Teile fügen sich zu einem ganzen Bild. Das ist sehr spannend.

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