Nasenlochatmung

So, heute streue ich mal wieder ein bisschen yogisches Allgemeinwissen ein. Etwas, was mich damals, als ich es lernte, ziemlich beeindruckt hat. Die Nasenlochatmung. Nein, jetzt kommen keine hochkomplizierten Pranayamaübungen… Aaaaber, wusstet ihr, daß wir nie zur gleichen Zeit gleich stark durch beide Nasenlöcher atmen? Es ist immer grad eins stärker geöffnet als das andere. Manchmal merken wir das deutlicher, manchmal weniger. Die Nasenlöcher wechseln sich ca alle 2,5 h ab und sorgen so für ein Gleichgewicht des vegetativen Nervensystems. Mal ist das rechte dran, mal das linke. Diese Funktion ist ein entscheidender Antrieb für alle Rhythmen im Körper und hat, wie sollte es anders sein, sogar einen nachweisbaren Einfluss auf die Aktivität unser Gehirnhälften.

Jedem Nasenloch sind bestimmte Ensprechungen zugeordnet

rechtes Nasenloch linkes Nasenloch
  • Apana
  • Mond
  • Ruhe
  • Enspannung

In letzter Zeit ist mir die Sache mit den Nasenlöchern wieder eingefallen, weil ich morgens so schwer aus dem Bett komme. Dann hab ich mal beobachtet, zu welchem Nasenloch ich morgens einatme. Ha, das linke ist zu meiner Aufstehzeit dran. Wie soll das auch funktionieren? Wenn da Ruhe und Entspannung angesagt ist und ich aber Energie brauche.

Was nützt mir dieses Wissen?

Man kann den Rhythmus der Nasenlochatmung unterbrechen, ändern bzw sich in bestimmten Situationen zunutze machen. In meinem Beispiel also, wenn ich morgens schwer aus dem Bett komme, kann ich mit einem Finger das linke Nasenloch verschliessen und lang und tief für eine Weile (sagen wir mal 1 bis 3 Minuten) durch das rechte Nasenloch atmen. Dadurch aktiviere ich das rechte Nasenloch, versorge meinen Körper mit Prana und Energie und springe dann voller Elan aus dem Bett. Würde ich es tun….

Oder ihr sitzt im Auto und steht im Stau und regt euch über den Fahrer vor Euch auf und überhaupt ist alles grad stressig. Dann hilft es, sich zu beruhigen, indem man das rechte Nasenloch zuhält und eine Weile durch das linke Nasenloch atmet. Ruhe. Entspannung.

Bei Müdigkeit und einem Formtief durchs rechte Nasenloch atmen. Usw.

So ist zB auch bei hohem Blutdruck empfohlen, mehrmals am Tag für 3 min durchs linke Nasenloch zu atmen, bei niedrigem Blutdruck hingegen durchs rechte Nasenloch. Zum Einschlafen abends kann man sich auf die rechte Seite legen sodass das linke Nasenloch oben ist und man besser durchatmen und zur Ruhe kommen kann.

Im Yoga gibt es ganz viele Übungen, die sich mit Atemtechniken (Pranayama) beschäftigen. Einige davon sind speziell Übungen zur einseitigen oder wechselseitigen Nasenatmung, um bestimmte Effekte (Ausgleich, Ruhe, Energie etc) zu erzielen.

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11 Responses to “Nasenlochatmung”


  1. 1 Fraumuemmel 1. März 2011 um 11:44

    Was bedeutet denn Prana, Apana, Sonne und Mond? Ich kenne mich mit Yoga nicht aus, aber finde deinen Eintrag sehr interessant.

  2. 2 naturmama 1. März 2011 um 12:44

    cool! habe zwar früher öfters diese wecheselseitige-nasenatmungs-übung gemacht aber diese zuordnung gar nicht gekannt. jetzt weiss ich was ich zu tun habe: am besten das rechte Nasenloch mit Pflaster zukleben ;-)

    spass beiseite; danke für die interessante info und lieben gruss!

  3. 3 Frische Brise 1. März 2011 um 12:49

    Ha! Ich kann nur auf der rechten Seite liegend einschlafen.

  4. 4 Katharina 1. März 2011 um 13:41

    Danke für die Info, da war ich jahrelang in Yoga und weiß sowas gar nicht… werde jetzt gleich daran gehen, mein Mittagstief zu bekämpfen :-). Hast du auch ein paar Tipps für Atmen bei der Geburt? Könnt ich grad brauchen – also, falls du dazu auch noch einen Post loswerden möchtest, gerne. ;-)
    Alles Liebe,
    Katharina

  5. 5 Tascha 1. März 2011 um 14:33

    Was ist mit Leuten, bei denen ein Nasenloch zum Beispiel wegen fehl gebildetem Nasenbein verstopft ist? Wären die dann immer tranig oder immer zappelig? Die Frage ist nicht nur hypothetisch, ich habe so einen Fall in der Familie.

  6. 6 Mona 1. März 2011 um 14:40

    Ich find das wirklich toll, dass du solches Wissen mit uns teilst :o). Das werd ich doch gleich mal ausprobieren … ich fühle nämlich schon die ersten Anzeichen einer ausgedehnten Frühjahrsmüdigkeit und das obwohl der Frühling ja noch gar nicht richtig da ist ;o)

    Liebe Grüße, Mona

  7. 7 brigitte 2. März 2011 um 20:14

    ohhh,es wirkt ,komme besser aus dem bett
    und entspannen zwischendurch klappt wunderbar .obwohl ich `ne fette erkältung habe…….

    deine blogeinträge und tipps kommen einfach immer für mich zur richtigen zeit.
    ein ganz dickes DANKE dafür.

    im yoga machen wir ab und an diese atmung ,aber nun bewusst eingesetzt ist es total klasse.
    ganz herzliche grüsse
    brigitte

  8. 8 Seifenfrau 3. März 2011 um 07:06

    Cool, wie du mal eben eine Atemübung in den Blog streust!

  9. 9 podruga 3. März 2011 um 14:22

    danke! wenn mein schnupfen endlich weg ist, werde ich mich dran erinnern.

  10. 10 frau siebensachen 5. März 2011 um 22:23

    ich danke dir für diesen großartigen tip!
    endlich kann ich etwas ‚tun‘, wenn ich mal nicht schlafen kann. denn macnhmal bin ich trotz müdigkeit einfach zu wach, um einzuschlafen, und liege manchmal stundelang wach.
    mich jetz durchs linke nasenloch zur ruhe atmen zu können ist einfach toll!

  11. 11 anja 9. März 2011 um 00:25

    liebste ramona,
    du bist einfach eine ganz tolle, war heute so energievoll und werde jetzt ganz ruhig…


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