Ran an den Beckenboden

Ich hatte ja letztes Jahr schonmal über den Zustand meines Beckenbodens berichtet. Seitsem ist nicht viel passiert. Ich habe mir immer wieder vorgenommen, aktiv zu werden. Letztes Jahr war ich auch mal bei einer Frauenärztin, in der Hoffnung, sie würde mir Beckenbodengymnastik verschreiben. Allein bin ich doch nicht so diszipliniert, eine Routine zu finden. Sie bestätigte mir zwar, daß meine Beckenbodenmuskulatur ausbaufähig sei, sah aber keine Notwendigkeit für Physiotherapie in diese Richtung. Ich vermute, ihr waren durch das Gesundheits- udn Kassensystem wohl etwas die Hände gebunden. In Hamburg hatte mir mein Frauenarzt ganz von sich aus vorgeschlagen, nochmal Beckenbodengymnastik aufzuschreiben. Allerdings war das grad in der Umzugsphase und ich habe es nicht in Anspruch genommen. Schade eigentlich.

Wie dem auch sei. Mein Beckenboden hängt durch. Ich hänge durch. Eine starke Beckenbodenmuskulatur ist wichtig, um auch den Rücken zu stützen. Ich habe seit geraumer Zeit ziemliche Beschwerden im unteren Rücken. Ich bin mir sicher (und habe dies auch von einer Freundin mit physiotherapeutischem Hintergrund bestätigt bekommen), daß ein Teil der Rückenschmerzen von meinem schwachen Beckenboden herrühren.

Neulich war ich beim Orthodpäden und hab meinen Rücken mal checken lassen. Er konnte nichts weiter tun als mir zu mehr Bewegung/Sport zu raten (ja, das wusste ich selber schon) und, um mir am Anfang zu helfen, ein Rezept für stabilisierende Krankengymnastik plus weiterführender Rückenschule auszuschreiben. Ein Anfang. Juhu! Ich hoffe, daß mir dieser Weg hilft, neue Gewohntheiten in meinen Alltag einzubauen und Rückenschmerzen künftig vorzubeugen. Sonst ist mit meiner Wirbelsäule aber alles in Ordnung. Ein rein muskuläres Problem.

Gestern war ich meine mich seit dem Wochenende plagenden Schwindelgefühle abchecken. Ich habe eine wunderbar einfühlsame Ärztin gefunden. Sie hat sich viel Zeit genommen, hat wenige organische Untersuchungen gemacht, sondern eher meine Lebenssituation hinterfragt und daraus psychosomatische Schlussfolgerungen gezogen. Und sie hat genau ins Schwarze getroffen. Schwindel (wovon wird mir schwindelig? Ist mir was zuviel? Dreht sich alles?) Ohrenrauschen (Hab ich viel um die Ohren?) Ein Blick auf meinen Blutdruck bestätigte meine Vermutung, daß der Schwindel unter anderem von einem extrem niedrigen Blutdruck kommt. Auch sie rät zu mehr Bewegung/Sport.

Gleichzeitig konnte sie sogar meiner Bitte nachkommen, mich bei meinen Bemühungen um die Stabilisierung meines Beckenbodens zu unterstützen. Ich habe nun Beckenbodengymnastik verschieben bekommen und eine Überweisung zur Frauenklinik, die sich nochmal speziell mit dem Thema befassen. Es geht also voran. Und ich bin mir sicher, wenn diese Baustelle in Angriff genommen wird, geht es mir mental wieder erheblich besser.

Das war jetzt ein langer Eintrag.

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5 Responses to “Ran an den Beckenboden”


  1. 1 Frische Brise 3. März 2011 um 12:36

    Ich habe nach der Geburt in meinem Geburtshaus Beckenbodentraining nach der Cantienica- Methode gemacht. Das hat gut geholfen und ist gleichzeitig gut für den Rücken und die gesamte Haltung. Hilft mir heute immernoch.

    Infos hier:

    http://www.geburtshauspankow.de/Beckenbodentraining.24.0.html

    http://www.cantienica.com/

    http://www.cantienica-freiburg.de/

  2. 2 Katharina 3. März 2011 um 13:27

    Eine Ärztin zu finden, die einen als ganzen Menschen betrachtet und nicht nur ein einzelnes Symptom anschaut, ist ein großes Glück! Ich lese deinen Blog schon länger und frage mich, wie du all das, was du postest überhaupt in einem normalen Tag unterbringst… (ganz zu schweigen von all dem, was du nicht postest). Von mir selbst glaub ich, dass ich zwar auch eine bin, die sich gern vielseitig verwirklicht, aber was du immer schönes machst, da staune ich oft nur. Wenn ich noch mehr in meinem Tag unterbringen wollte, würde mir – genau wie du beschreibst – einfach schwindlig werden. Immer wieder dazwischen brauche ich „Nur-Alltag-Tage“, mit „Haushaltsmeditation“, also Wäsche waschen, bügeln, entrümpeln, Zettelberge abbauen. An diesen finde ich es immer sehr schade, wenn ich mein kreatives Ich auf einen anderen Tag vertrösten muss, aber danach habe ich wieder mehr Kraft und einen klareren Blick. Alles Gute für die Stabilisierung deines Beckenbodens :-) habe ich nach der Geburt des ersten Kindes auch gemacht, hat sich total ausgezahlt. Ich hab mich danach einfach wieder etwas mehr wie „die alte“ gefühlt. Lieben Gruß!

  3. 4 mondenkind 3. März 2011 um 21:14

    Ein Glück ist nichts Schlimmes organisches oder so! Das andere bekommst du in den Griff *fest an dich glaub*!


  1. 1 Meine Physiotherapie « Jademond Trackback zu 6. Mai 2011 um 10:11

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