Gelesen :: Liebesschnulzenschwarte

Neulich, als ich bei meinen Eltern war, drückte meine Mama mir eine Liebesschnulzenschwarte (Nora Roberts. Die Unendlichkeit der Liebe.) in die Hand. Mit drei Geschichten, „die manchmal im Bauch kribbeln“. Ich solle die mal lesen. Schon allein, weil die Herren der Familie sich lustig über uns Liebesschnulzenlesende Weiber machen. Und weil ich eine, nein mehrere, lange Bahnfahrte hatte, nahm ich das Buch mit und las tatsächlich Liebeszeug mit Bauchkribbel.

Die letzte der drei Geschichten im Buch las ich vor ein paar Tagen. Angefangen abends in der Badewanne. Und dann bis 1:30 Uhr (!) weiter im Bett. Fragt mich nicht, wie ich den nächsten Tag überstanden habe (wahrscheinlich den Rest der Geschichte fertiglesend). Egal. Es war nett, ohne groß Hirn einzuschalten, mal wieder was zu lesen. Die Geschichten waren allesamt recht flach gehalten und ziemlich ähnlich. Amerikanisch auch. Immer kamen darin in irgendeiner Weise reiche verwöhnte Frauen drin vor. Immer waren die Frauen von bestechender Intelligenz und klarem Verstand. Die Männer rauchten viel und tranken Brandy oder irgendwelche anderen Drinks, auch mal Wein. Und sie waren natürlich voller glühender Leidenschaft.(Wenn ich mir dann aber vorstellen musste, wie dieser Rauchmann schmeckt…*schüttel*..da verliert sich mir jede Leidenschaft). Die Frauen reserviert und ausserstande zu kommunizieren, was in ihrem Inneren vorgeht, weshalb es zu Mißverständnissen kam, welche vermeidbar wären, hätten sie von Anfang an Klartext gesprochen (oder hätte das die Spannung genommen?). Aber irgendwie blieb ich doch dabei und las mich durch den Wälzer und die darin enthaltene „nie gekannte Begierde“ (die in anderen Büchern schon ganz anders bei mir ankam). Ist also nicht so meins gewesen, aber nette Unterhaltung für Zwischendurch. Ein bisschen hat mich das an die Bravo-Herzklopfen Romane erinnert. Von früher. Kennt die noch jemand? Die hab ich als Teenager verschlungen, sodenn ich meine Hände an welche dranbekam.

Lest ihr Liebeschnulzen? Wenn ja, könnt ihr welche mit mehr Tiefgang empfehlen? Ich mochte ja letztes Jahr gern Paulo Coelhos „Elf Minuten„. Und ja, ich hab Lust auf mehr davon.

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12 Responses to “Gelesen :: Liebesschnulzenschwarte”


  1. 1 Lucie 26. März 2011 um 11:50

    Hallo,
    ich bin ja eher der Krimi-Fan, aber manchmal muss es auch was seichtes oder schnuziges sein. Ich habe vor einigen Wochen
    „Lass mich niemals gehen“ von G. Musso gelesen und fand es seeeehr schön.
    LG
    Lucie

  2. 2 Micha 26. März 2011 um 12:49

    Liebesschnulzen sind so gar nichts für mich! Damit kann man mich jagen :-)

  3. 3 stelladelsud 26. März 2011 um 13:08

    hallo,
    wie wäre es mit maeve binchy? eines meiner lieblingsbücher ist die „irische signora“. ein bißchen schnulzig und auch spannend, weil sich verschiedene geschichten miteinander verbinden. und wenn es mal ein bißchen spannender werden sollte, kann ich dir charlotte link empfehlen. die rosenzüchterin oder das haus der schwestern, die bücher legt man auch nur mehr schwer zur seite!

    ganz liebe grüße
    ilona

  4. 4 rum 26. März 2011 um 13:48

    Hallo Ramona,
    Liebesschwartenschnulzen sind nicht mein Spezialgebiet… Wenn es aweng mehr Tiefgang und auch Biografisches sein darf: Hast Du schon mal Isabel Allende gelesen? Oder „Die Wunder eines jeden Tages“?

  5. 5 Frische Brise 26. März 2011 um 14:31

    Soll ich mal in meinem Bücherschrank nachschauen und Dir welche schicken? Von Charlotte Link habe ich eine Trilogie, Familiensaga usw. Und Barbara Wood fand ich früher auch ganz gut, interessante Frauen, oft Heilerinnen, in exotischen Gegenden.
    Ich habe schon lange keine Schnulzen mehr gelesen, ich lebe jetzt in meiner eigenen Liebesschnulze ;-)

  6. 6 Tascha 26. März 2011 um 14:59

    Uneingeschränkt empfehlen kann ich Carla Kelly. Ich habe ein zeit lang Liebesschnulzen verschlungen ohne Ende und habe so in paar Autorinnen entdeckt, die ich ganz nett finde und die gute Carla ragt da noch mal raus. Ihre Romane spielen immer zur Zeit des Regency und da sie selbst Historikerin mit den Schwerpunkt napoleonische Kriege ist, weiß sie worüber sie schreibt. Idiotische Kommunikationsdebakel wie sie für den Durchschnittsliebesroman so typisch sind gibt es bei ihr eher nicht. Wenn Du kannst ließ auf englisch, dass ist noch mal ein wenig netter.

  7. 7 Eva 26. März 2011 um 17:24

    Ist zwar auch schon wieder ein paar Jahre her, aber mir sind schnulzenmäßig „Die Teerose“ von Jennifer Donnelly und „Die Tochter der Wälder“ von Juliet Marillier hängengeblieben – beides keine reinen Liebesromane, aber eben auch so, dass ich sie nur schwer wieder weglegen konnte (und für beide Bücher gibt es nachfolgende Bände, sind aber auch in sich abgeschlossen). Ansonsten habe ich ebenfalls gerne Barbara Wood oder aber auch Penelope Williamson gelesen. Es ist nicht so, dass ich diese Bücher im Moment gar nicht mehr lese, ich komme nur leider viel zu selten dazu bzw. nehme mir die Zeit dafür… :-/

    Nochmals lieben Gruß,
    Eva

  8. 8 Michaela 26. März 2011 um 17:54

    Mein allerliebster Liebesroman ist „Die Frau des Zeitreisenden“. Diese Geschichte hat mich eine Woche in seinen Bann gezogen. Ich fand sie soooo schön und traurig. Ein ganz wunderbares Buch. Eines meiner Liebsten.

    LG.
    Michaela

  9. 9 Isla 26. März 2011 um 18:30

    Ich lese eher nicht wirklich Liebesschnulzen, aber die, die mir wirklich gefällt ist von Diana Gabaldon ‚Feuer und Stein‘.
    Davon gibt’s ja inzwischen schon 7 Bände, aber nur das erste ist wirklich Liebesschnulze, die anderen Bände sind Abenteur im 18. Jahrhundert.

    Aber ja im 1. Band…Jamie…sehr schön…*seufz*

  10. 10 Anja 26. März 2011 um 19:10

    Liebesschnulzen mag ich gar nicht…..
    Ich mag es eher wenn ich vor Schaudern und Spannung fast die Seiten anknabbere. Meine Schwester hat da einige. Ich frag mal nach.

    Einen entspannten Abend und ein schönes Restwochenende
    Anja

  11. 11 lichtschwester 27. März 2011 um 21:10

    ich bin eher für fantasyliteratur zu haben. zwischendurch lese ich auch mal was mit schmalz und geschichte dabei, wie zb. marion zimmer bradley (deren bücher begleiten mich schon seit meinem 12. lebensjahr) oder noch seltener bücher von barbara wood.
    für gute science fiction oder abgedrehte themen bin ich aber auch immer zu begeistern :)


  1. 1 Total entspannt « Jademond Trackback zu 8. August 2011 um 07:03

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