Bienenstich und alltäglicher Wahnsinn

Loewenzahn

Ich steh in der Küche und bereite das Mittagessen für die Familie (brate gerade Falafeln aus). Die Kinder spielen im Garten, der Mann streicht in der Garage die Gartenmöbel. Da kommt die Tochter hereingeeilt, um mir mitzuteieln, daß der kleine Wolf (nackisch) grad einen haufen vors Trampolin der Nachbarn macht. Ich übertrage ihr die Aufsicht über die Falafeln und eile mit Mülltüte und Küchenrolle bewaffnet nach draussen. Dort räume ich das Gröbste weg, befinde aber, daß erstmal der kleine Wolf in Sicherheit gebracht und sauber gemacht werden muss. Ich schnapp ihn mir und trage ihn durch die blühende Löwenzahnwiese nach oben und trete währenddessen in eine Biene. Kurzer Zwischenstop also, um den Stachel aus meinem Fuss zu ziehen und das Gift rauszusaugen. Ich humpele weiter Richtung Wohnung und übertrage dem Mann das Mittagessen. Den Wolf putze ich sauber, währenddessen kommt die Tochter mit einer Zwiebel und möchte sich um meinen Fuss kümmern. Da liegt aber noch der Haufen vorm Trampolin. Ich hinke also wieder zurück in den Garten, der Wolf will mir unbedingt folgen und dabei zusehen, wie ich die letzten Reste seines Geschäfts wegräume während mir die Nachbarin erzählt, daß ihrem Sohn auch mal ähnliches Dilemma im Garten passierte, er allerdings drauf ausrutschte und so in die Wohnung kam. Haben wir ja nochmal Glück gehabt. Endlich kann sich die Tochter dann um meinen Fuss kümmern. Sie wollte sogar, daß ich mich ins Bett lege und ruhig bin. Sie reicht mir ein Glas Wasser, drückt die Zwiebel auf den Stich und die Welt sieht schon gar nicht mehr so chaotisch aus. Zum Glück ist es keine große Schwellung geworden. Die arme Biene. kann jetzt keine Obstbäume mehr bestäuben. Welche verheerende Folgen für unsere Ernte!

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4 Responses to “Bienenstich und alltäglicher Wahnsinn”


  1. 1 Kims Pencil 22. April 2011 um 13:21

    Ich hätte auch gerne ein Bild von den Falafeln gesehen, hihi.

  2. 2 Karin 22. April 2011 um 18:26

    Wegen des Bienenstichs nen Trösteknuddler, und wegem dem Wolf ein Schmunzeln von mir ;-)

    Karin

  3. 3 Inés 22. April 2011 um 22:53

    klingt so typisch anhc Familienleben….

  4. 4 Patricia 27. April 2011 um 20:56

    Oh, willkommen im Club! Das klingt so wunderbar lebendig erzählt, als hätte ich daneben gestanden; wobei so ein Bienenstich ja wirklich schmerzen kann. Wir haben letztes Jahr innerhalb eines Tages gleich zwei Bienenstiche mitgenommen (wie du einfach so hineingelaufen) und trotz Zwiebeln und Salbeiblättern waren die Zehen ziemlich dick und rot …


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