Dankbar sein

Dankbar sein für das was ist. Da kommt das Universum immer wieder mit kleinen Geschichten, die mir helfen, die Augen auf zu machen, mich wieder mit mir zu verbinden. Dankbar zu sein.

Ich hatte heute, anfangs geschäftlich bedingt, ein Telefonat mit einer Mit-Yogalehrerin. Nachdem wir unser geschäftliches „Problem“ besprochen hatte, kamen wir ins ratschen. Es ging um unseren Umzug und wo es hingehen soll. Ihre Reaktion, als ich ihr die gegend nannte: „Das ist toll! Dort gibt es noch kein Yoga. Dort kannst du was aufbauen. Da kannst du Fuß fassen…“ Da wurde es mir wieder bewusst. Es ist hier ein Überangebot an all diesen tollen Sachen. Da wird man bequem und beginnt, zu konsumieren. Aber es ist doch auch interessant, wo hinzukommen, wo es noch nichts gibt und selbst aktiv zu werden. Das hinzubringen, was fehlt. Danke für die andere Sichtweise.

Dann ist da noch der Kindergarten. Wir brauchen einen Kindergartenplatz für den Wolf. Naja, ich möchte gern einen, weil ich nicht so gut nachts arbeiten kann und auch nicht, wenn er um mich herumtummelt. Ausserdem glaube ich, daß es ihm gefallen wird. Nun gibt es in der Gegend nur die ganz normalen Kindergärten, keine dieser etwas freieren Konzepte, die wir bisher so hatten. Ausser eine Kleinkindgruppe, die für ihn aber nur ca 8 Monate in Frage kommt. Aber das Konzept der Gruppe klingt interessant. Danach hat er die Möglichkeit in den Montessorikindergarten, der zu Tochters Schule gehört, zu gehen. Etwas zögerlich bin ich, was die Betreuungszeiten (nur 2-3 Tage, 3h) betrifft und den Preis dafür. Aber ich möchte dankbar sein für das Angebot. Dankbar, daß sich Menschen die Mühe machen und den Mut haben, einen anderen Weg zu gehen.

Ich bin gespannt, wie unser Puzzle weitergehen wird. Immer mehr Teile fügen sich zu einem ganzen Bild. Das ist sehr spannend.

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8 Responses to “Dankbar sein”


  1. 1 malou 10. Juni 2011 um 07:47

    Ja, manchmal helfen einem die anderen auf die Sprünge. Der Wechsel von der (alternativen) Stadt auf’s (konservative) Land wird sicher nicht immer einfach sein. Ein Stück deiner Lebenseinstellung auf’s bayrische Land zu tragen, ist eine gute Vorstellung.
    Als wir hierherzogen, ganz kurz vorm Kindergartenstart des kleinen Fräulein Sonne, war natürlich in allen freien Kindergärten nichts mehr zu holen. Wir mussten uns mit dem städtischen Kindergarten arrangieren. Am Ende war das Kind glücklich dort, hatte eine tolle Erzieherin (die so ganz anders ist als wir, aber eine in sich sehr stimmige und den Kindern sehr zugewandte Persönlichkeit). Einzig das Mittagessen bereitete uns Bauchschmerzen. Wir haben gelernt, dass gut und gut auch sehr verschieden sein kann und es dem Kind durchaus etwas bringt, verschiedene Sicht- und Lebensweisen kennenzulernen.
    Ich drück euch die Daumen,
    LG Malou

    • 2 Kathrin 10. Juni 2011 um 08:33

      Hi Romona, auch ich habe Mia mit 2 in einen „Kindergarten“ mit 3 x 3 Stunden gebracht. War von den Zeiten her nicht sehr arbeitsfreundlich, aber ein toller Start in die Kindergartenwelt. Ich weiß ja nicht, wie das Konzept bei euch ist, aber bei uns war es ein 1-gruppiger mit einem Spiegel von 3 Betreuerinnen auf 10 Kinder. Das war SUPER!!! Genug Betreuung und von den Betreuerinnen für jeden was dabei, da die Charaktere unterschiedlicher nicht hätten sein können. Mia hat sich sehr wohl gefühlt und ich mich dadurch auch.
      Da wir ja auch schon einige Wechsel hatten muß ich sagen: es kommt gar nicht nur auf das Konzept an sondern hauptsächlich auf die Betreuerinnen und wie sie Dir und Deinem Kind liegen. Und auch wenn es mir schwer fällt muß ich Malou sehr Recht geben, man muß seinem Kind zugestehen auch Dinge toll zu finden, die man selbst vielleicht nicht so klasse findet, auch wenn’s nicht immer leicht ist.
      Bin mir sicher, Du wirst die richtige Wahl treffen!!!

  2. 3 Sabine 10. Juni 2011 um 08:55

    „Truth is one, path are many“

    Liebe Ramona,

    ich sehe bei meiner jüngsten Tochter Vieles gelassener. Mein Sohn, heute 21, kam in den Genuß einer studentischen Elterninitiative, viel Selbstbestimmung, aber auch viel Chaos. Bei meiner großen Tochter wollte ich den Waldorfweg, „scheiterte“ aber zunächst an ihrer Entwicklungsverzögerung bedingt durch ihre Frühgeburt, erlebte dann aber zugewandte und kompetene Mitarbeiter im heilpädagogischen Kindergarten. Das eine Waldorf-Kindergarten-Jahr, das sich anschloss, tat ihr dann aber auch sehr gut. Meine Erfahrungen sind aber mittlerweile durchwachsen (die großen Kinder waren, bzw. sind auf der Waldorfschule). Bei meiner Kleine habe ich mich jetzt bewußt für einen kleinen (2 Gruppen) Regelkindergarten entschieden. Ich denke, es kommt tatsächlich mehr darauf an, wie die Erzieher den Kindern begegnen und weniger, welchen „ideologischen“ Hintergrund sie haben.

    Viele Grüße

    Sabine

    PS: Die Kammgarn soll heute ankommen, dann kann es los gehen mit der Zwiebelschalenfärbung

    • 4 jademond 10. Juni 2011 um 18:05

      Liebe Sabine, genau so sehe ich das auch. Aufgrund der Entfernung momentan ist es schwieirgi, sich ein bilder der diversen Kindergärten zu machen. Und da wir anstreben, die Kinder nicht an verschiedene Orte zu karren, sondern alle beisammen zu haben, entscheiden wir uns für die Kindergartengruppe mit Aussicht auf den zur Schule gehörenden Montessorikindergarten. Einfach weils praktischer ist. In jedem Konzept lassen sich Dinge (menschliche und konzeptionelle) finden, die nicht immer 100% passen. ich bin sicher, daß der Wolf am Ende glücklich sein wird. Er ist nicht sehr anspruchsvoll :-)

      PS: *freu* Packerl mit Sandelholz und Zwiebelschalen ist auch gepackt für dich und geht morgen auf Reisen.

  3. 5 naturmama 10. Juni 2011 um 10:19

    das ist wirklich eine wunderbare sichtweise! ich wünsche dir, dass ihr hier ganz viele schöne dinge erlebt, euch bald eingewöhnt und eine gute zeit habt! (das panorama ist doch schon mal super, oder :-))

  4. 6 Micha 10. Juni 2011 um 11:24

    Das mit dem „Aufbauen“ erscheint mir ein sehr guter Gedanke! Ich erlebe es hier auch, dass sehr viele Frauen an Yoga interessiert sind und sich freuen, dass ich nun hier im Kindergarten einmal die Woche abends eine Art Schnupperkurs anbiete.

  5. 7 mondenkind 11. Juni 2011 um 09:37

    Bad Aibling hätte einen Montessori Kiga, allerdings wäre das 18km entfernt :(

  6. 8 kristl 11. Juni 2011 um 22:55

    das hört sich für mich richtig gut an. ich bin auch gelassener geworden und denke dass es sich schon fügen wird. werde mir auch die erzieherinnen der verschiedenen einrichtungen genauer ansehen und dann entscheiden…wie weit weg ist denn die einrichtung? ich fänds ja ortsnah schön aber der ist bei uns schlusslicht auf unserer liste :-(


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