Eine kleine Zeitreise

in Den Andel

When I was 19 or 20, I had my first long distance travel all by myself. I went by train to the Netherlands to visit my dear penpal Morna und Den Andel. We had a lot of fun. I lost contact to her. So Morno, if by chance, you read this, I’d like to hear how you are doing now, after all those years. (Or if anybody from the FB & deco circles remembers her?)

***

Mit 19 (oder 20?) war ich das erste mal allein mit der Bahn unterwegs in den Urlaub. Ich habe meine damalige Brieffreundin Morna in den Niederlanden besucht. Ich bin mit dem Wochenendticket über 10 Stunden in einer vollen, überquellenden Bahn (da konnte wirklich niemand mehr einsteigen, so eng standen wir da drin) mit bestimmt 5x umsteigen nach Groningen/Den Andel gefahren. Dort habe ich wirklich eine schöne Zeit erlebt. Wir waren einkaufen, haben die Stadt unsicher gemacht. Damals haben mich vorallem das Konzept der Headshops interessiert :-) Verwandte von meiner Freundin hatten hinterm Haus ein riesiges Hanffeld. An einem Abend hat uns die Mutter meiner Freundin einen Joint gedreht. Nach einer Woche konnte ich ziemlich gut niederländisch verstehen (aber natürlich nicht sprechen). Ich habe einen ganz anderen Lebensstil in der Familie kennengelernt, wurde durch die Suppen und Müslis der Mutter inspiriert und habe zum ersten Mal im Leben meditiert. Der Vater lebte nämlich in Groningen, hatte einen Musikladen (so ich mich erinnere) und konnte Didgeridoo spielen. Irgendwie war er total Hippie, interessierte sich für Buddhismus und Meditation und fuhr mit uns ans Meer.
Auf einem Markt habe ich mir diesen schrillen Netzbody gekauft (den hatte ich auch später zum CSD in Berlin an). Wir machten Skurrile und schöne Fotos im Abendlicht an den großen Fenstern des niederländischen Hauses. Eins davon habe ich neulich bei Aufräumen gefunden. Das hat Morna von mir gemacht.

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4 Responses to “Eine kleine Zeitreise”


  1. 1 lichtschwester 15. August 2011 um 11:04

    so zeitreisen sind toll! irre, welche fülle an erinnerungen und emotionen da wieder auftauchen können.
    das foto von dir ist sehr schön. ich sah im selben alter sehr ähnlich aus (und auch immer wieder mal zwischendurch *lach*). ich empfinde haare rasieren durchaus als einen akt der befreiung und erleichterung.

  2. 2 Micha 15. August 2011 um 11:10

    Das Foto ist toll und erinnert ein bisschen an Sinnead O’Connor. Vielleicht findest du deine niederländischen Freunde ja mal wieder.

  3. 3 linnea 15. August 2011 um 12:49

    ein tolles bild – und ich hatte den gleichen gedanken wie micha :)
    linnea

  4. 4 Isla 16. August 2011 um 13:21

    Ich musste auch erst an Sinead denken. :-)
    Ich hatte meine Haare auch mal rasiert – sah aber furchtbar aus, und ich bin froh, dass sie wieder lang sind.

    und die Niederlande…als ich 16 war, habe ich dort mal Urlaub mit meiner Schwester und meiner Freundin gemacht – in Amsterdam. Die Offenheit der Holländer hat uns auch sehr fasziniert. ;-)


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