Hebammentermin I, der dann doch keine Vorsorge war

Heute hatte ich meinen ersten Termin bei der Hebamme. Neu hier, ohne Frauenarzt und überhaupt einer Ahnung, habe ich nach einer Hebamme in der Nähe gegoogelt und einen Termin in der Hebammenpraxis in Grafing gemacht. Das war vor zwei Wochen. Und weil ich eh noch recht früh bin, war das auch nicht eilig. Heute also war ich da und ein klein wenig aufgeregt.

Die Hebamme war sehr nett und eigentlich haben wir uns die ganze Zeit nur unterhalten. Denn es stellte sich im Laufe des Gesprächs heraus, daß vielleicht eine andere Hebamme geeigneter für mich wäre. Ich hab ja noch keine Ahnung, wie bzw wo ich entbinden möchte. Tochte rund Sohn hab ich ihn Hamburg im Amalie Sieveking zur Welt gebracht, ein Stillfreundliches Krankenhaus, von der Fahrzeit am Nächsten. Geburtshaus kam damals wegen des Anfahrtsweges nicht in Frage, Hausgeburt beim ersten Kind irgendwie auch nicht. Beim zweiten hatte ich mich auch bewusst dagegen entschieden, weil ich die rundumsorgung in der Klinik geniessen wollte. Gleich vornweg. ich hatte beides mal wunderschöne Geburten (so man das von der harten Arbeit mit den Wehen sagen kann ;-) und habe mich sehr gut betreut und wahrgenommen gefühlt.

Und doch ist da diesmal im Hinterstübchen der Gedanke an eine Hausgeburt. So viel tolles habe ich schon gehört. Und wie schön ist es doh, wenn man mit dem kleinen Frischling dann im trauten Heim im Bett liegen bleiben kann, zum Klo nicht über den Krankenhausflur schlurfen muss…Naja, ist ja noch eine Weile hin, diese Entscheidung zu treffen. Ein Geburtshaus gibt es hier nicht und die nächste Klinik wäre in Ebersberg (ca 17 km entfernt, 25 min Fahrzeit). Die Hebamme hat mir Mut zur Hausgeburt zugesprochen, hätte mich selbst gern als Schwangere, weil sie meine Einstellung insgesamt wohl mag. Wir hatten wirklich ein sehr nettes Gespräch.

Nun habe ich am Freitag morgen den Termin mit der anderen Hebamme. Ich bin gespannt, wie wir miteinander können. Ich werde berichten. Dann gibts wohl auch die erste Vorsorgeuntersuchung. Is ja noch Zeit…

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9 Responses to “Hebammentermin I, der dann doch keine Vorsorge war”


  1. 1 Katharina 12. Oktober 2011 um 12:26

    Ja, genau, wie gut, dass du noch Zeit zum Überlegen hast! Die Entscheidung zur Hausgeburt bei der Kleinen ist bei uns auch nicht über Nacht gefällt worden. Aber irgendwann hat es sich einfach richtig angespürt. Und jetzt im Nachhinein sind wir sehr, sehr froh, uns dafür entschieden zu haben. Liebe Grüße!

  2. 2 linnea 12. Oktober 2011 um 12:42

    schön, dass du noch über alles nachdenken kannst :). unser sohn kam im geburtshaus zur welt, was für uns einfach optimal und wunderschön war. beim nächsten kind würden wir auch eine hausgeburt in erwägung ziehen. vielleicht kannst du einfach über die harten faktoren mal nachdenken, v.a., wo die großen kinder sein sollten. ich fand an der ambulanten geburtshausgeburt z.b. im nachhinein den weg danach ins 2. og sehr nachteilig… solche dinge eben.
    liebe grüße
    linnea

  3. 3 ringelmiez@googlemail.com 12. Oktober 2011 um 15:37

    ich bin natürlich voll pro hausgeburt – nachdem ich selbst zweimal zuhause entbunden habe, kann ichs mir eigentlich fast nicht mehr anders vorstellen. es sollte halt jemand drittes da sein, der im ernstfall mit c. und f. den entbindungsraum verlassen kann, wenn es ihnen zu heftig wird (falls du die beiden nicht eh komplett ausquartieren willst, aber was ich so gehört habe, ist es eigentlich eher üblich, dass die kinder dabei sind, solange sie es wollen). es ist wirklich wunderschön, zuhause zu entbinden und das ganze drumherum selbst gestalten zu können.

  4. 4 Bianca 12. Oktober 2011 um 18:01

    schwanger du bist schwanger???? neeneenee oder? ach was krass!! glückwunsch, gratuliere, das ist ja der hammer. warst du es bei mir im lädchen auch schon? sahst du deshalb so gut und energiegeladen aus??? man oh man frau jademond, ich bin FAST ein bisschen neidisch;-)

    Toll!

    ganz liebe Grüsse!Bianca

  5. 5 naturmama 12. Oktober 2011 um 19:55

    wie aufregend, das alles! :-) du hast ja noch ein bisschen zeit zum überlegen… alles liebe!

  6. 6 Patricia 12. Oktober 2011 um 20:16

    Ich glaube, eine Entscheidung zur Hausgeburt muss reifen – aber du hast ja wirklich noch viel Zeit. Wir sind von Kind zu Kind „mutiger“ geworden, das erste im KH mit Beleghebamme, das zweite im Geburtshaus, das dritte zu Hause – und es war sehr entspannt, einfach vom Sofa ins Bett zu gehen, als alles vorbei war. ;-) alles Liebe!

  7. 7 Sonja 13. Oktober 2011 um 08:53

    Ramona, Du überraschst mich immer wieder…ich hätte Stein und Bein geschworen, dass Du Deine Beiden zu Hause zur Welt gebracht hast:-))))
    Leute, die mich flüchtig kennen, denken glaube ich, auch immer, ich hätte meine Kinder zu Hause bekommen, aber ich hab sie auch in einem netten, nicht zu riesigen KH bekommen, stillfreundlich, mit superschönem Kreisssaal, Homöopathie…) Ich würde es wohl immer wieder so machen. Ich fand mich gut aufgehoben und habe die Auszeit von Zuhause genossen. Außerdem gab es bei mir bei bd Kindern blutungstechnisch Probleme und das hätte zu Hause vielleicht schiefgehen können.
    Ich habe aber überhaupt nichts gegen Hausgeburten oder Geburtshäuser, ist eben einer der persönlichsten Entscheidungen überhaupt.
    LG Sonja


  1. 1 Kartoffelernte « Jademond Trackback zu 16. Oktober 2011 um 07:00
  2. 2 Schwangerschaftsgedanken VI « Jademond Trackback zu 23. Dezember 2011 um 13:06

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