Bei der Hebamme

hortensie

Gestern war also mein zweiter Termin bei meiner Hebamme. Ich hab mich schon richtig drauf gefreut. Während sie noch eine andere Frau in der Praxis hatte, konnte ich ein bisschen am Babypullover weiterstricken. Wir haben uns dann gleich erstmal eine Weile über’s Stricken unterhalten. Über ihre Idee, einen Strickkurs für Schwangere anzubieten, weil das eine gute Grundlage für Gesprächskreise beim gemeinsamen Tun ist. Und die Aufmerksamkeit etwas weg vom eigenen Wohlbefinden (und vielleicht Jammern) hin zum neuen Menschlein lenkt. Sehr interessantes Konzept, aber nie in die Tat umgesetzt.
Es folgte allgemeines „Wie geht es mir“ und insgesamt interessantes Gespräch. Wir haben uns über die ersten Bewegungen unterhalten und wie in verschiedenen Kulturkreisen diese erste Zeit empfunden und gefeiert wird. Sie erzählte mir von einem (afrikanischen?) Volk, wo die Frau, wenn sie die erste Bewegung spürt, den Namen auswählt.

Dann durfte ich mich auf die Behandlungsliege legen. Wir haben ein bisschen gemeinsam Gebärmutter getastet und kurz Babys Herztöne gehört. So schön! Die Hebamme fragt vorher: „Baby, dürfen wir dich hören?“ Und sie verwendet immer dieses wunderbar duftende Lavendelöl und hlt den Schallkopf nur ganz kurz an den Bauch, um das Baby nicht unnötig zu stören. Anschliessend bekam ich eine wohltuende Akkupunktmassage. Das ist ihre Art der Vorsorge. Es war so gut, einfach nur dazuliegen und zu entspannen. Die Massage balanciert und zentriert das energetische System. Gleich am Abend noch, merkte ich, wie sich wohl tatsächlich was getan hat. Bei mir waren alle Schleusen geöffnet, ich war nur am heulen und lachen aus unterschiedlichsten Gründen. Verrückt!
Ich freue mich schon auf den nächsten Termin. Ich bin sehr glücklich darüber, diese tolle Hebamme empfohlen bekommen zu haben.

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9 Responses to “Bei der Hebamme”


  1. 1 Mama im Wachstum 12. November 2011 um 09:53

    Das klingt einfach wunderbar. Ich freu mich so, bei dir „schwangerschaftliches“ lesen zu dürfen, es ruft bei mir immer so schöne Erinnerungen an meine letzte wach. Es tut so gut, sich in sorgfältigen Händen zu wissen. Alles Gute weiterhin! Katharina

  2. 2 Nicole K. 12. November 2011 um 10:20

    Hallo und guten Morgen,

    das mit dem Stricken während der Schwangerschaft finde ich spannend…habe mal von einer Dame, die auch recht überzeugte Waldörflerin ist gehört, dass Steiner in irgend nem Buch geschrieben hat, dass Stricken in dieser Zeit nicht so gut sei da die Gefahr besteht, dass das Kind durch diese Bewegungen dazu animiert werden könnte, sich die Nabeschnur um den Hals zu legen….das hat mich doch irgendwie verunsichert und ich habe es dann lieber nicht gemacht, obwohl ich ständig große Lust dazu hatte….eigentlich doof *g*

  3. 4 Nicole K. 12. November 2011 um 11:25

    Ich fand das auch total spannend, wobei ich ja eigentlich garnicht so streng nach irgend welchen Theorien lebe, aber als mir das meine Tante sagte, war ich doch etwas baff…..hatte mich so auf gemütliche Stunden mit meinem Strickzeug gefreut…..Vll sind solche Theorien ja auch schon lange überholt, meine Tante hat ihr letztes Kind vor ca. 20 Jahren bekommen.

    • 5 jademond 12. November 2011 um 11:57

      Mich würde interessieren, ob es da eine statistische Erhebung gibt. Strickende Mütter via Kinder mit Nabelschnur um den Hals und ggf ein Zusammenhang? Was es nicht alles gibt. Da werd ich mal nachrecherchieren :-)

      • 6 Kathrin 12. November 2011 um 22:40

        Nur kurz:
        Ich habe bei allen drei Kindern während der Schwangerschaft gestrickt und nur bei einem war die Nabelschnur um den Hals – und das erste was ich von ihm sah war eine doppelte Drehung… (hat ihm aber nicht geschadet;))

        Kathrin

  4. 7 mit allen sinnen 13. November 2011 um 19:09

    Ich freue mich immer, wenn du so positiv gestärkt von deinen Hebammenbesuchen kommst!

    Es gibt ebenfalls die afrikanische Tradition, dass eine Mutter bei dem ersten Gedanken an das (noch ungezeugte) Kind aus dem Dorf geht und sich unter einen Baum setzt und dann in sich horcht, welches Lied/Melodie das Kind verkörpert. Sie singt ihrem Mann dieses Lied vor und sie vereinigen sich dabei. In der Schwangerschaft singt sie das Lied dem Kind immer wieder vor und teilt es mit dem Dorf, damit es voller Liebe in dieser Welt empfangen wird. Ich habe es aus Iris Rinkenbach Buch Schwangerschaft, aber ursprünglich stammt der Text wohl von Jack Kornfield.

  5. 8 Kathrin 13. November 2011 um 21:53

    Nachtrag: (ist mir heute Nacht eingefallen)
    Ich habe erst nach der Geburt des Sohnes zu stricken begonnen!
    Also No1 hatte die Nabelschnur um den Hals – ohne strickende Mutter
    No2 und No3 keine Umschlingung, dafür mit strickender Mutter;)

    lieben Gruß
    Kathrin

  6. 9 winnieswelt 17. November 2011 um 20:32

    Solch eine Vorsorge hätte ich mir auch mal gewünscht!!!
    Aber die Idee mit dem Strickkreis für Schwangere muss ja nicht unbedingt aus der Welt sein, ich finde es herrlich … vielleicht wird aus stricken sogar noch mehr, … malen, Tonarbeiten, …


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