Das große Stricken

muenchenausflug 1

Gestern waren wir in München. Die Tochter brauchte unbedingt Winterschuhe (also waren wir beim Globetrotter) und wir suchen dringend einen Raum für einen Yogaworkshop mit Dharma Singh im Februar (also haben wir einen Raum besichtigt). Auf der Jagd nach etwas zu essen, bin ich am Kühlregal eines Ladens vorbeigekommen. Wir waren ziemlich begeistert von den bemützten Flaschen von Tochters Lieblingssmoothie. Leider waren wir so in Eile, daß ich keine Flasche gekauft hab (vielleicht hole ich das am Freitag nach?). Weil cool sind die ja schon. Aber ein schnelles Fotos konnte ich machen und daheim gleich mal nachforschen, was es mit den Mützchen denn auf sich hat…

Aha, eine Aktion der Firma innocent. Damit werden pro verkaufter Flasche 30 cent an das DRK gespendet, um ältere Menschen in Deutschland warm durch den Winter zu bringen. Mehr Infos (inclusive Mützchenstrickanleitung) findet ihr auf der Website von Innocent Smoothies. Find ich eine lustige Idee :-)

 

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10 Responses to “Das große Stricken”


  1. 2 Shiva 30. November 2011 um 20:52

    Immer wenn ich Bilder von dieser Aktion sehe, sehe ich auf jedem Flaschenhals einen Schafskopf. Seitdem ich das „http://nadeltanz.blogspot.com/2011/11/mal-was-ernstes.html“ gelesen und mir das Video von Pink angesehen hab, schnürt sich mir jedes Mal der Hals zu wenn ich etwas gestricktes präsentiert sehe. Aber was sind schon lebendig filetierte Schafe gegen frierende Menschen!

    PS: Ich will damit nicht sagen das ich es falsch finde (massiv Werbung für einen Fruchtdrink zu machen) etwas für Menschen zu tun, aber soviele Strickerinnen richten damit unbebußt (das hoffe ich doch wenigstens) auch soviel Elend an.

    LG Shiva

    • 3 jademond 30. November 2011 um 21:00

      Liebe Shiva, ich weiss genau was du meinst (und nein, ich schau mir den link nicht an). Deshalb achte ich beim Wollkauf so ich kann drauf, wo die Wolle herkommt. Ich hoffe, daß jede Strickerin da ihre eigene Sensibilität entwickelt! Sehr!

      • 4 Michaela 1. Dezember 2011 um 08:12

        Hallo liebe Ramona und liebe Shiva. Ich habe gerade „versucht“, dieses Video anzusehen. Es ist so grausam, dass ich es nach 1 1/2 Min. beendet habe. Auch ich stricke leidenschaftlich gerne und wusste überhaupt nicht, dass es soetwas gibt!!!! Grausam und grauenvoll! Ich glaube, heutzutage kann man wirklich überhaupt nichts mehr kaufen bevor man nicht ausgiebig recherchiert hat. Nun habe ich auch noch gelesen, dass der Baumwollanbau sehr schlecht für Umwelt und Mensch sind, da die Baumwollbauern (wie auch Kaffee und Kakaobauern) ausgebeutet werden und der Wasserverbrauch enorm hoch ist, so dass den Menschen dadurch das Trinkwasser fehlt…
        Ich habe neulich das Buch „Fast nackt“ gelesen und zur Zeit lese ich „Anständig essen“. Ich mache mir wirklich Gedanken….
        Liebe Grüße, michaela

  2. 7 tanjita 1. Dezember 2011 um 10:11

    Ich weiß seit dem Sommer von dieser Aktion und wollte auch erst mitmachen, weil man ja so wunderbar Restchen loswerden kann.

    Ich muss aber nun sagen, dass ich nach etwas Nachdenken und Diskutieren der Sache mit den Mützchen kritisch gegenüberstehe. Ich sehe da hauptsächlich die PR Aktion der Firma dahinter.

    Menschen stricken Mützchen, was etwa eine Stunde dauert, und danach „nur“ 30 cent bringt, auf die die Firma verzichten kann, da sie einen Mehrumsatz durch die Mützchen erwartet. Die Mützchen erhöhen im Laden den Kaufreiz, und binden Kunden eventuell auch längerfristig. Ich sehe, dass gutmütige Menschen geködert werden, ihre Freizeit für eine „Gute Sache“ zu opfern, von der am Ende ein Unternehmen wirtschaftlich profitiert.

    Ausserdem landen die Mützen sicher kurze Zeit später im Müll, was ich auch problematisch finde, wenn Leute extra zu dem zweck Wolle gekauft haben.

    Warum spenden Firmen nicht einfach so, sondern nur mit PR-Aktionen?

    Ich möchte nicht das Spenden an sich ankreiden. Ich denke nur, es ist sinnvoller Geld direkt zu spenden, Gestrickte Sachen auf Basaren zu verkaufen um das Geld zu spenden, oder direkt Sachen für Bedürftige zu stricken.

    • 8 jademond 1. Dezember 2011 um 10:13

      Liebe Tanja, danke für deine Gedanken dazu. Ich freue mich sehr, daß zu dem Artikel eine so rege Diskussion entsteht bzw so tiefgründige Gedanken. Sehr interessant!

  3. 9 Shiva 1. Dezember 2011 um 10:30

    Liebe Michaela,

    ja genau das meine ich! Ich hab das auch erst vor kurzem entdeckt und mich hat es total von den Socken gehauen. Niemals hätte ich vermutet das Schafe für Wolle gequält werden. Auf solche Gedanken kommt der „normale Mensch“ ja eigentlich gar nicht und viele Konsumenten kaufen das in bester Absicht. Genau deshalb muß es eben bei jeder Gelegenheit puplik gemacht werden.

    Die Baumwolle, das ist auch so ein Bauchschmerzthema. Nicht nur die Bauern in Indien leiden, auch wir tragen oft total vergiftete Baumwolle. Gerade bei meinem Sohn mach ich mir da viel Gedanken. Die meißten tollen Kinderjerseys aus Skandinavien sind mittlerweile aus Biobaumwolle, da geb ich auch gern mal ein paar Euro mehr aus. Aber ich muß gestehen, ich bin noch nicht in allen Bereichen so konsequent und kauf mir schon gern mal eine Bluse von Hasi und Mausi. Allerdings fällt es mir jedes Mal schwerer und geht wohl irgendwann gar nicht mehr. Manche Dinge müssen in einem wachsen und reifen.

    @Tanjita
    Du hast das toll in Worte gefasst was ich mit massiver Werbung meinte. Ich kann Dir da nur zustimmen!

    LG Shiva

  4. 10 Inés 1. Dezember 2011 um 20:17

    das mit den Mützen auf den smoothies ist hier schon das dritte Jahr im Gange, ich glaube, da ist für eine Charity. Sieht jedenfalls immer lustig aus und ich habe auch 2 hier :-)


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