Schwangerschaftsgedanken XI

bauch_ssw32

SSW: 31+2
Bauchumfang: 96 cm
Gewicht: +8 kg

Bei der Hebamme
Gestern war ich wieder bei meiner Hebamme. Ich brauchte eine Verwöhhnung und etwas Seelsorge, nachdem ich letzte Woche so durch den Wind war und auch immer noch sehr schwankend in meiner Stimmung bin. Ich konnte mir ein bisschen von der Seele reden und eine Akkupunktmassage geniessen. Ich bin gespannt, wie es mir diesmal danach geht. Die ersten Male hat die Massage ja ziemlich reingehaun und mich total aus dem Gleichgewicht gebracht, weswegen wir erstmal eine Massagepause eingelegt hatten. Gut tat’s währenddessen auf jeden Fall. Wir haben über Plazenten gesprochen und über Bonussöhne und ihren Platz in der Familie. Hebammen sind Zauberfrauen.

Elterngeld & Mutterschutz
Am Freitag habe ich einen Termin bei einer Beratungsstelle für Schwangere und Familien. Ich hoffe, die können mir weiterhelfen bei dem Wirrwarr an Elterngeld- und Mutterschaftsgeldformularkram. Die Hebamme konnte mir eine Beratungsstelle nennen und ich hab gleich einen Termin bekommen. Sehr schön. Hab auch schon meine Steuerberaterin angeschrieben, daß sie mir meine Zahlen aus dem letzten Steuerjahr zuschickt. Dann bin ich theoretisch am Freitag schon einen Schritt weiter diesbezüglich. Als Selbständige gelten da ja doch etwas andere Regeln als wenn man angestellt arbeitet.
Beim nächsten Hebammentermin bekomme ich auch meine Bescheinigung für die Krankenkasse für den Mutterschutz ausgestellt. Das kann man ja max eine Woche vor Mutterschutzbeginn machen. Dann bin ich mal neugierig, wieviel ich gezahlt bekomme. Ich habe beschlossen, den Mutterschutz tatsächlich in Anspruch zu nehmen und meine Arbeitszeit zu reduzieren, schwanger zu sein und mich auf das Baby zu konzentrieren. Hat eh schon zu wenig Aufmerksamkeit während der vergangenen Monate bekommen (kein Wunder, daß es da so im Bauch rumturnt und auf sich aufmerksam macht)

Geburtsort
Hier wiederum gibt es immer noch keine Entscheidung. Ich eiere herum, kann mich weder in das eine noch das andere reinfühlen. Vor ein paar Tagen war ich sicher, daß zu Hause der richtige Platz für die Geburt wäre, nun bin ich wieder unschlüssig. Es gibt keinen Raum im Haus, in dem ich mir vorstellen kann, das Baby willkommen zu heissen. Kommt mir alles entweder zu eng oder zu offen vor. Ich habe aber schon rausgefunden, daß es wahrscheinlich gar nicht die Angst, daß was passieren könnte, ist, die mich hadern lässt. Sondern eher das Gefühl, einen Ort zu brauchen, wo ich das Baby „loslassen“ kann (wie es die Hebamme ausdrückte). Wir haben jetzt schon einige Male in einer der in Frage kommenden Kliniken (Agatharied) angerufen, um einen Besichtigungstermin zu bekommen, da wir an dem Infoabend nicht können. Bisher war der Kreißsaal und das Team aber immer belegt/beschäftigt. Ende März ist nochmal ein Infoabend in der anderen Klinik (Neuperlach). Hach, ich fühle mich gerade sehr entscheidungs-un-freudig. Der Mann hält sich da raus. Er meint, ich muss die meiste Arbeit leisten, deshalb überlässt er es mir. Ich soll mich wohl und sicher fühlen.  Nun denn. Ich glaube, bei dieser Entscheidung hilft es auch nicht, sich eine rationelle Vorteil/Nachteil-Liste zu schreiben. Oder doch?

Babylage
Das Baby liegt noch immer undefinierbar im Bauch herum. Neulich beim Ultraschall war es in Steißlage. Zwischendrin hab ich immer mal das Gefühl, daß das Köpfchen doch schon unten liegt. Oder quer. Es turnt da also noch munter im Bauch herum. Die Hebamme konnte es gestern auch nicht ertasten. Die Springforelle ist einfach abgetaucht, als wir sie orten wollten. Nun denn. Bleibt mir, weiterhin zu vertrauen, daß alles am Ende gut sein wird. Es ist ja noch Zeit und scheinbar auch noch genug Platz für Turnstunden in der Bauchhöhle. Ansonsten gibt es einige Möglichkeiten, daß Kind kurz vorm ET dann doch noch zum Drehen zu bewegen. Die Klinik in Neuperlach ist wohl sogar auf äußere Wendungen und spontane BEL Geburten spezialisiert bzw hat einen guten Erfahrungsschatz diesbezüglich. Gut. Also kommt die auch wieder in die engere Auswahl.

Yoga
Ich habe mir eine Yoga-DVD bestellt. Ich hoffe, ich komme die Tage mal dazu, endlich wirklich was zu tun. Ausserdem wollte ich gern meiner Entscheidungsunwilligkeit auf die Sprünge helfen und Pentra und/oder den Bogenschützen machen. Sind ja beides sehr effektive Übungen/Meditationen, um sich zu Fokussieren und auf ein Ziel auszurichten. Dazu ein andermal ausführlicher.

15 Responses to “Schwangerschaftsgedanken XI”


  1. 1 Nicole 6. März 2012 um 12:05

    Hallo,
    ich komme ab und an bei dir lesen.Heute möchte ich dir Mut machen für eine Hausgeburt.Denn meine Tochter ist zuhause geboren und es war eine unbeschreibliche schöne Geburt.Ich hab mich mit meiner super tollen Hebamme in meinen 4 Wänden geborgen gefühlt.Und würde es immer wieder machen.
    LG
    Nicole

  2. 2 Jessica 6. März 2012 um 13:07

    Ich muss dir sagen das es meist nie so kommt wie geplant.(In Sachen Geburtsort) Ich wollte mein kleine Tochter eigentlich im Geburtspool in der Wohnstube empfangen.Doch sie meinte 3.Wochen früher zu kommen und so wurde sie vor der Toilette geboren.Kein besonders romantischer Ort,aber ich konnte mich einfach zu gut daran festhalten und dann war das halt der beste Ort.Der Geburtspool sollte eigentlich am Geburtstag abgeholt werden.Naja da haben wir uns den Weg gespart.

    Zu einer Vor-/Nachteil – Liste.Ich würde eine machen und diese mit der Hebamme besprechen.Dabei würde ich auch folgende Fragen mit einbeziehen.Was ist dir bei der Geburt besonders wichtig?Mit welchen Menschen möchtest du zusammen sein?Wo kannst du dich wirklich richtig Öffnen?
    Nach meiner ersten Geburt kam bei mir nur eine Hausgeburt in Frage.
    Mir war nämlich zum Beispiel wichtig das ich nach der Geburt voll und ganz für mein Baby da sein kann und nicht erst noch nach Hause fahren muss.(bei der Großen waren wir ambulant mit Beleghebamme im Krankenhaus)

    Ich wünsch dir einen freien Kopf für diese doch wichtige Entscheidung.

    Liebe Grüße
    Jessica

    • 3 jademond 6. März 2012 um 13:09

      danke für deine hilfreichen gedanken. in der tat ist das bad hier im hause der einzige ort, wo ich mir die geburt auch vorstellen kann. haha. nicht so romantisch, aber da ist am besten platz :-)

      • 4 frau siebensachen 6. März 2012 um 20:25

        wenn ihr tücher (handtücher) aufhängt und kerzen verteilt, wird es gleich gemütlicher. die tücher nehmen den hall-effekt, den bäder bei lauten geräuschen gern haben. (das praktische an einem bad ist ja, daß der boden nass werden darf ;-) )

        ich hätte gerne zuhause geboren, hab mich aber in der altbauwohnung nicht getraut. beim 1. kind gings nicht wg. eines großen myoms…

  3. 5 Mama Schlaflos 6. März 2012 um 13:07

    Bekommt man als Selbständige tatsächlich Geld während des Mutterschutzes? Ich habe in Erinnerung, dass es das nicht gibt, zumindest nicht für gesetzlich versicherte… oder irre ich mich da?

    • 6 jademond 6. März 2012 um 13:11

      Das kommt drauf an, welchen Tarif du bei der Krankenkasse hast. Das wird als Krankengeld bezahlt. Ich bin gespannt, wie hoch (und ob?) das bei mir der Fall ist. Habe meinen Tarif gar nicht im Kopf.

    • 7 Mama Schlaflos 7. März 2012 um 14:30

      ah, da werde ich nochmal nachfragen müssen. Hatte das letzte Mal nur die „Basisversicherung“, aber mittlerweile mit Krankengeld – es macht mich manchmal ganz kirre woran man alles denken muss ;-)

      • 9 Mama Schlaflos 7. März 2012 um 14:54

        nochmal ein Nachtrag:

        Wenn ich das richtig verstehe gibt es Mutterschutzgeld wenn man den Tarif inkl. Krankengeld hat, aber es gibt nur höchstens 13,- Euro pro Tag – der Rest wird vom Arbeitgeber aufgestockt, also mir selber ;-)

        Da muss man natürlich aufpassen für die Zeit nach der Geburt. Wenn man nämlich Mutterschutzgeld erhält wird das mit dem Elterngeld verrechnet. Erhält man kein Mutterschutzgeld erhält man sofort ab dem 1. Monat das volle Elterngeld. Bei mir würde ich dadurch draufzahlen. Ich würde zwar vor der Geburt etwas Geld von der KK bekommen müsste aber dann auch noch nach der Geburt 2 Monate Geld aufstocken bis das Elterngeld dann greift.

        Ich hoffe das war jetzt nicht zu verwirrend.

      • 10 jademond 7. März 2012 um 15:01

        Ich lasse mich für meinen speziellen Fall am Freitag bei einer Beratungsstelle beraten. Ich bin bei der KSK. Ich weiss nicht, ob die den Arbeitnehmerteil übernimmt. Muss mich da nochmal schlau machen.

  4. 11 fruchtschnitte 6. März 2012 um 14:16

    Hallo Jademond,
    ich habe meine zweite Tochter auch daheim geboren und bin immer noch und immer wieder sehr glücklich darüber. So eine wunderbare Erfahrung ♥ Ich habe sie im Schlafzimmer bekommen, allerdings hatte ich mir das vorher auch anders vorgestellt. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, das borher gefasste Pläne und tatsächliche Realität nicht unbedingt übereinstimmen. Eine Pro – Contra – Liste halte ich immer für sinnvoll ;-)
    Musst du denn unbedingt vorher wissen, wo du entbinden willst? Du kannst doch zuhause anfangen und wenn du dich dann nicht wohl fühlst, könnt ihr doch immer noch mit der Hebamme in die Klinik fahren, oder?
    Ich würde immer wieder daheim entbinden wollen und hoffe, das klappt auch. Alles Gute von der Fruchtschnitte

  5. 12 Karin 6. März 2012 um 19:52

    Ich denke einfach für Dich muss es stimmig sein ;-)
    Planen kann man schlecht, in sich reinhorchen ist da glaub ich besser.Ist ja noch ein bißerl hin.
    Ich hab beide Kinder ambulant entbunden, würd ich wieder so machen.
    Hausgeburt wäre mit Daniel eine Katastrophe geworden,hatte ich auch schon mal ins Auge gefasst, obwohl die Geburt an sich schnell und problemlos war.
    Man kann schlecht planen , wie ich schon sagte :-)
    Ich wünsch Dir jedenfals alles Gute schon mal vorab.
    Schön rund Dein Bauch :-)
    Grüße Karin

  6. 13 Frau Weh 6. März 2012 um 20:54

    Toller Bauch! :-)

    Viele Grüße von Frau Weh

  7. 14 tanjita 7. März 2012 um 17:50

    Ich finde auch bei so emotionalen Fragen eine Pro/Contra Liste ein tolles Hilfsmittel: Ich sehe da am Schluss, dass ich trotz vielen rationalen Gründen trotzdem emotional für die andere Lösung sein kann. Das ist oft hilfreich, einfach damit ich weiß, dass es ein emotionaler Grund ist, und ich mir die rationalen Gründe nicht nur so hingestrickt hab, dass sie mir in den Kram passen :-)


  1. 1 Gedanken nach der Geburt « Jademond Trackback zu 23. Mai 2012 um 12:32

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