Schwangerschaftsgedanken XIII

schneckenhaus

SSW: 33+2
Bauchumfang: nach wie vor 96 cm, obwohl er sich insgesamt gewachsen anfühlt (und aussieht)
Gewicht: +9 kg

Gestern war ich wieder bei der Hebamme. Nun werden die Vorsorgetermine ja dichter. Für mich sind es aber nicht nur bloße medizinische Termine, sondern vorallem auch Rede-Stunden. Viele Fragen die geklärt werden wollen, Austausch, Erfahrungen. Gestern hatten wir vor lauter Gesprächen keine Zeit mehr für eine Akkupunktmassage (die mir beim letzten Mal soo gut tat). Dafür habe ich nächste Woche nochmal einen Termin. Ich habe einen schönen Bauch :-)
Mein Blutdruck war über 100 (104!). Da hat mich die hebamme gleich gefragt, ob ich aufgeregt bin. Kennt sie so gar nicht von mir, mhihi.

Das eingefilzte Schneckenhaus auf dem Bild oben liegt bei der Hebamme auf dem Tisch. Es ist von einer Filzerin hier. Die Hebamme meint, genau so fühlt sich ein 4 cm geöffneter Muttermund an. Schon seit ich die Filzschnecke das erste Mal gesehen habe (auf dem Wollmarkt in Vatterstetten am Stand der Filzerin) gefällt es mir unglaublich gut und hat eine gewisse Anziehungskraft.

Kindslage
Die Hebamme hat mit 90% Sicherheit ertastet, daß die kleine Springforelle nun Kopf nach unten liegt. Ich hab auch das Gefühlt, daß ich verstärkt Beinchen in die Rippen geboxt bekomme. Große Erleichterung hier. Ausserdem meinte sie, daß sie das Köpfchen auch nicht mehr gut bewegen kann, was darauf hindeutet, daß es schon auf dem Becken aufliegt (aber eben noch nicht drin, klar, da waren ja noch keine Senkwehen). Zur Sicherheit soll ich aber nochmal beim Anmeldegespräch in der Klinik nachsehen lassen.

Klinik
Am Wochenende hat es geklappt und wir konnten uns eine der beiden in Frage kommenden Kliniken ansehen. Das war in Agatharied. Eine recht kleine Klinik, die von allem was ich bisher gehört habe, einen guten Ruf hat. Die Hebamme, die uns rumgeführt hat, war sehr freundlich, der Kreißsaal ist eher ein gemütliches Zimmer, die Wochenbettzimmer gleichen mit ihrer Holzverkleidung auch eher einem Hotelzimmer denn einer Station. Also insgesamt ein warmer Eindruck, wenngleich natürlich immer noch Klinik. Gleich auf der selben Etage ist eine Kinderstation. Die Klinik ist 35 Autominuten von uns entfernt.
Nächste Woche ist noch der Infoabend in Neuperlach, der anderen in Frage kommenden Klinik. Genauso weit weg. Ohne Kinderstation.

Selbst wenn wir uns für eien Hausgeburt entscheiden, raten die Kliniken jedoch, sich für eine zu entscheiden und schon anzumelden, damit die Abläufe schneller und unbürokratischer sind, falls es doch zu einer Verlegung kommt. Man weiss ja nie. Deshalb schaun wir auch Kliniken um ein Backup zu haben bzw eventuell während der Geburt (oder vorher) doch drauf zurückzugreifen.

Hausgeburt
So langsam kann ich mir eine Geburt daheim tatsächlich vorstellen. Ich habe nun mit der Hebamme besprochen, daß es auch ok ist, die endgültige Entscheidung erst dann zu treffen, wenn es tatsächlich losgeht. Ich habe für mich selbst rausgefunden, daß mein „Problem“ nicht die Angst ist, daß etwas scheifgehen könnte, sondern eher das nicht-loslassen-können und meine Umgebung immer noch im Griff haben zu wollen, sprich, was machen die Kinder, sind die gut versorgt etc. Das ist jetzt so bissl meine Aufgabe, loslassen zu üben (auf viele anderen Ebenen fällt mir das nicht schwer). Deshalb denke ich, daß ich eine andere Umgebung nur bräuchte, um den Kopf frei zu haben. Aber mit meiner Mama hier als Unterstützung sollte das auch so gut gelingen. Ich werde immer zuversichtlicher und sicherer.

Mutterschutz
Ab nächste Woche bin ich offiziell im Mutterschutz. Wow. Doch schon.Das entsprechende Formular für die Krankenkasse kommt heut per Post (haben wir gestern in unserem Redeschwall vergessen). Bin gespannt, wie alles nun seinen Lauf nimmt (mit dem Mutterschaftsgeld und der KSK). Für die nächsten tage mache ich auch nochmal einen termin mit der Schwangerenberatungsstelle für den Antrag für die Landesstiftung „Hilfe für Mutter und Kind“. Da demnächst doch noch einige Anschaffungen ausstehen (das fängt bei einer Arbeitsplatte für die Kommode und einem Regal an und hört bei Vlieseinlagen, Wochenbettzeugs etc auf…von einem neuen Auto sprechen wir mal gar nicht…), könnten wir ein bissc hen finanziellen Zuschuss schon gebrauchen.

Plazenta
Und dann sind da noch die Plazenten. Plazenta heisst übrigens tatsächlich Kuchen. Und Plätzchen hat den gleichen Ursprung und heisst kleiner Kuchen :-) Also, die Plazenta (Plazenti? Plazenten? Plazentas?). Der Mann drängt, daß bevor eine neue Plazenta kommt, die andere aus dem Gefrierfach raus soll. Ich hingegen würde die ja gern feierlich rituell vergraben. Nun ist es so, daß wir nur in einem Miethaus wohnen und nicht wissen für wie lange. Wir fühlen uns hier nicht verwurzelt und ich habe kein so schönes Gefühl, hier einen Plazentabaum zu pflanzen. Die Plazenta in der Wildnis zu vergraben gefällt mir auch. Aber auch da kämen für mich nur zwei Orte in Frage: in Frankreich oder in Au/Schwarzwald. Beides in absehbarer Zeit nicht machbar. Nun kam mir die Idee, die Bäumchen in Töpfe zu pflanzen (zum Mitnehmen in Anbetracht eines neuerlichen Umzuges irgendwann) und nur ein Stückerl der Plazenta (vielleicht die Nabelschnur?) mit in die Erde zu geben. Und den Rest in der Wildnis irgendwo zu vergraben. Eine ganze Plazenta im Blumentopf würde etwas viel für das Bäumchen sein. Die Idee gefällt uns beiden. Nun müssen wir noch Bäumchen aussuchen. Es sollen alle drei Kinder eins bekommen, auch wenn wir die Plazenta der Tochter nicht haben. Aber sie möchte auch gern eins haben. Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Momentan fehlt eh Geld, auch nur Blumentöpfe zu kaufen. Aber die Idee ist schonmal da.

Noch zu Tun

  • Stillkissen besorgen/nähen
  • Unterlagen für Antrag bei der Landesstiftung raussuchen
  • Hausgeburtsliste nochmal durchgehen und Zeugs besorgen
  • Vorrat an Coco Drink für die Geburt anlegen
  • (Notfall)-Telefon-Liste schreiben
  • Kindergarten-Abholung des Wolfes für nach der Geburt organisieren
  • diverse Öle und Tinkturen bei der Bahnhofsapotheke bestellen (bzw aus München mitbringen, sollte ich es dieser Tage mal in die Stadt schaffen)
    Meine Wunschbox bei der Bahnhofsapotheke
    (–>Donnerstag in München)
  • mich im Sonnentorladen mit diversen Tees eindecken: Himbeerblättertee, Frauenmantel, Stilltee… (–>Donnerstag in München)
  • Babyschale fürs Auto raussuchen und Bezüge waschen
  • Schaun, was wir von Lotties brauchen und beim nächsten Schwiegerelternbesuch im April vom Lager mitbringen (zB Vlieseinlagen für die Windeln)
  • Frisör (—>Donnerstag in München?)
  • Klinik Infoabend Neuperlach
  • Still-BH/Top bestellen
  • 1-2 neue Basic Shirts langärmelig, hell, für mich

So, und für alle, die so tapfer bis hier unten gelesen haben, gibt es ein kleines WinkeWinke von der Springforelle:

16 Responses to “Schwangerschaftsgedanken XIII”


  1. 1 Mairlynd 20. März 2012 um 13:30

    Klasse, dass Dein Kind sich gedreht hat! Ich hatte beim zweiten auch die Sorge, aber irgendwann so in der 34. Woche ist es einfach in Startposition gegangen, ohne dass ich es gemerkt hätte. Schon unheimlich, oder, woher wissen die Kleinen das nur? Ich finde das ist ein ganz und gar unerklärliches Wunder.

    Bei uns läuft es ja vielleicht auch auf eine Hausgeburt hinaus. Ich würde schon lieber ins Geburtshaus, aber wenn es anders kommt, dann soll es mir auch recht sein. Hauptsache, alles läuft sonst problemlos.

    Ich wünsch Dir alles Gute!

  2. 2 Kathrin 20. März 2012 um 13:33

    Oh wie wunderbar!
    Ich kann mich gut an die erste gespürte Bewegung von meinem Sohn erinnern – denn ich habe direkt in der WG meines (damals noch) Freundes angerufen…

    Tolle Aufnahme.

    LG
    kathrin

  3. 3 vomsonnenfels 20. März 2012 um 16:11

    Dein Video weckt schöne Erinnerungen :-) Und die Idee mit der Plazenta im Topf finde ich auch gut. Ich habe meine beiden Kinder zu Hause bekommen, und wir haben die Plazenta im Garten vergraben – über der meines Sohnes wächst ein Apfelbaum, über der meiner Tochter ein Kirschbaum.

    Hättest du nicht die Möglichkeit, deine Kinder woanders unterzubringen wenn die Wehen einsetzen? Damit du den Kopf frei hast? Wo wären sie denn bei einer Krankenhausgeburt?

    Liebe Grüße
    von Nicole

    • 4 jademond 20. März 2012 um 16:17

      Ja, die Tochter wird auch einen Kirschbaum, der Wolf einen Apfelbaum und die Springforelle wirwissenesnochnicht bekommen. Doch, die Kinder werden gut untergebracht sein. meine Mama kümmert sich um sie. Die Tochter kann jederzeit zu den Nachbarn gehen (oder zur Schule oder wohinauchimmer). bei einer Klinikgeburt bleiben die Kinder daheim mit meiner Mama.

  4. 5 Jessica 20. März 2012 um 16:30

    Was für ein süßes Winken!! *seufz*
    Ich finde die Idee mit den Plazentas ja auch klasse.Wir haben beide bei den Großeltern im Garten hinterm Haus vergraben.Bei der Kleinen haben wir sogar noch ein paar Tage nach der Geburt ein Plazentaabdruck gemacht.Er ist soo schön!! Schade das wir so etwas nicht schon bei der Großen gemacht haben.

    Liebe Grüße
    Jessica

  5. 6 Micha 20. März 2012 um 18:07

    Das kleine Video ist supersüß, danke fürs Teilen!
    LG, Micha

  6. 7 Frau Weh 20. März 2012 um 19:21

    Das Video ist ganz wunderbar und lässt direkt wieder Erinnerungen hochkommen. Danke fürs Zeigen. :-)

    Alles Gute.

  7. 8 Shushan 20. März 2012 um 20:10

    Oh, wie süß, das Video! ♥
    Ich drücke auch immer zweimal – wieso eigentlich?

    Unser Autositz ruht bei der Oma im Keller – und: oh Schreck, ans Bezüge-waschen habe ich noch gar nicht gedacht!
    Wenn ich mich frage, was ich sonst noch so alles „übersehen“ habe, könnte ich direkt ein wenig nervös werden. Aber zum Glück frage ich mich nicht ;-)

    Außerdem bin ich gespannt, was ihr für ein Bäumchen für die Springforelle aussucht.

    Alles Liebe,
    Shushan

  8. 10 Mama im Wachstum 20. März 2012 um 21:59

    Ich kann mich noch an mein wochenlanges Kopfkino erinnern vor der Hausgeburt der Kleinen… Wer soll den Großen abholen? Wann am besten? Gleich zu Beginn der Wehen oder erst später? Was, wenn er alles ohnehin verschläft? Am Schluss hat sich dann alles einfach wunderbar gefügt. (Alle – bis auf eine – möglichen Bruderbetreuerinnen sind krank gewesen, damit war sonnenklar, wen wir anrufen – und auch alles andere ist glatt gelaufen.) Dieses Gedankenwälzen vorher war aber mühsam. Ich war auch in einer Klinik sicherheitshalber vorangemeldet. Die endgültige Entscheidung habe ich mir ebenfalls bis zu den ersten Wehen offen gelassen. Als es dann soweit war, hätten mich aber keine zehn Pferde raus aus meiner warmen Badewanne gebracht. Ich glaube, du kannst es einfach auf dich zukommen lassen. Du spürst dann sicher genau, was am besten ist.

    • 11 jademond 20. März 2012 um 22:02

      Genau so dachte ich mir das. Einfach im Fluss sein. Aber natürlich trotzdem alle Vorkehrungen getroffen haben. Die Hebamme meinte auch zu meiner Frage nach ihren Erfahrungen mit Geschwisterkindern, daß die meistens alles verschlafen oder es sich ander fügt.

  9. 12 silke 20. März 2012 um 22:04

    oh, was für ein schönes video, danke fürs zeigen :)

  10. 13 Frische Brise 20. März 2012 um 22:16

    Die Schnecke gefällt mir!
    Alles Gute weiterhin!

  11. 14 Sonja 20. März 2012 um 22:21

    Tolles Video, ich hoffe, dass ich das auch noch ein bis zwei mal erleben darf!!! (2x durfte ich ja schon, Hach!) Ist doch echt der Hammer.
    Alles Gute für Dich auf dem Endspurt!

  12. 15 Nadja 20. März 2012 um 22:32

    Ich kann deine Gedanken in Bezug auf die Hausgeburt so gut verstehen. Bei meiner ersten Hausgeburt hat mich auch bis zuletzt der Gedanke an die Umgebung nicht losgelassen. Kinder waren ja noch nicht da, aber ich hab mich immer gefragt, ob ich in einer Mietwohnung im 2. Stock wirklich loslassen kann, auch laut sein kann, wenn ich will, etc. Und hatte mir auch offen gelassen, den Geburtsort noch zu wechseln, wenn mir danach ist, also auch im Krankenhaus angemeldet. Letztlich war ich so laut, dass ich noch den Tag danach heiser war, aber mich hats so überhaupt gar nicht gestört, und von den Nachbarn hat es niemand mitbekommen, obwohl mitten am Tag, und meine direkte Nebennachbarin hochschwanger zu Hause war… Find ich immer noch faszinierend.
    Bei der zweiten Hausgeburt war es dann natürlich der Gedanke an meine erste Tochter, ob sich das wohl alles so fügt. Wobei ich mir da schon sehr klar war, dass ich nur im Notfall mit beginnenden Wehen irgendwohin gehen möchte. Und alles fügte sich perfekt! Morgens fingen Wehen an, mein Mann hat die Große in den Kindergarten gebracht, 2 Stunden später war die Kleine da und nachmittags kam dann die Große aus dem Kindergarten dazu…
    Und so ähnliche Berichte kenn ich auch einige, besonders auch mit nicht aufwachenden Geschwisterkindern!

    Du wirst ganz bestimmt die richtige Entscheidung für euch treffen!
    Alles Liebe!

  13. 16 tinapappnase 21. März 2012 um 14:25

    Die Idee für die Plazenta finde ich großartig.

    Unser Apfelbäumchen ist leider eingegangen was mir immer noch im Herzen sticht. Der Topf mit Erde steht noch auf dem Balkon und ich will noch irgendetwas damit machen.

    Ich wünsch Euch weiterhin alles Gute.


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