Auf dem Pfingstcamp, Teil 1

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So richtig weiss ich gar nicht, wo ich beginnen soll. Vielleicht mit der gefürchteten Autofahrt? Diese erwies sich als entspannter als gedacht. Ja, sie war lang, aber die Kinder haben sich wacker gehalten. Der Sterngucker hat die meiste Zeit geschlafen, die Tochter Hörspiele gehört. Während der ersten Stunde klagte der Wolf über Kopfschmerzen. Ich versprach ihm, sobald es geht (wir fuhren gerade durch eine lange Baustellenstrecke ohne Haltemöglichkeit) ranzufahren und eine Frischluftpause zu machen. Aus dem Augenwinkel sah ich irgendwann nur noch, wie er sich vorbeugte und kotzte. Nun denn. Ich konnte nix tun. Bat ihn also, sich bisschen mit einem Spucktuch vom Sterngucker abzuwischen und durchzuhalten. Er war gleich viel besser drauf, Kopfschmerzen weg. Bei der nächsten Gelegenheit hielt ich also auf einem dieser Miniparkplätze ohne Klo und putzte & lüftete erstmal das Auto/den Platz des Wolfes. Der Wolf bekam neue Klamotten, die schmutzigen eine Mülltüte, damit sie nicht weiter stinkerten. Die Kinder aßen noch eine Kleinigkeit. Dann ging die Fahrt weiter. Weil ich in dieser Pause vergessen hatte, selbst was zu essen, hatten wir bald darauf unsere Mittagspause (Picknick von daheim). Insgesamt verlief die Fahrt ohne weitere Zwischenfälle und wir kamen nach 6h in Freiburg an. Auf den Heimbachhof fahren fühlte sich an wie nach Hause kommen. Herzliche Umarmungen gab es für die Tochter von ihrer Campfreundin, die sie schon herbeisehnte. Es gab viele neue und bekannte Gesichter auf dem Camp. Die Hälfte der  ca 40 Teilnehmer waren Kinder. Wow. Viele im Alter des kleinen Wolfes. Meine Kinder fühlten sich gleich wie zu Hause und bewegten sich sehr vertraut im Gelände. Nach der Begrüßungsrunde packte ich das Auto aus und bekam tatkräftige Unterstützung beim Zeltaufbau. Ich hatte 2 Zelte (à 3 Personen) dabei. Eins davon eigentlich nur zur Resvere, falls es doch zu eng wird. Das erwies sich aber dann doch als praktisch, da die Tochter mit ihrer Freundin in einem Zelt schlafen wollte. So hatten die Jungs und ich ein Zelt für uns. Und weil ich neulich eine E-Mail mit Fragen über das Zelten mit Baby bekam, schreibe ich euch auf, wie ich unser Zelt einrichtete:

  1. Als erste Schicht kommen die Isomatten. Eine ganz gewöhnliche einrollbare aus Schaumstoff (der Wolf hat noch keine eigene) und eine aufblasbare vom Globetrotter. Demnächst sollte ich allerdings für die Jungs auch je eine eigene organisieren. Sonst ist die weiche Schlaffläche wirklich zu klein.
  2. Dann kommt meine Yogamatte aus Schurwolle drauf, damits nicht zu kalt von unten herkommt und kuscheliger ist. Beim Wolf habe ich eine Decke auf die Isomatte gelegt.
  3. Als letzte Schicht kommt ein Bettlaken bzw Bettbezug oben drauf. Lässt sich erstens schneller waschen (oder mal ausschütteln) und ich schlafe lieber darauf als in Polyester oder auf dem Fell. Ausserdem schützt es die Yogamatte vor Verschmutzung.
  4. An den Seiten des Schlaflagers steht unser Gepäck, Schuhe im Vorzelt.
  5. Die Schläfsäcke. Beinah vergessen. Der Wolf schlief im Schlafsack, ich nutze meinen als Zudecke. Der Sterngucker schlief in seinem Kokon und war mit einer Kuscheldecke zugedeckt. Seitlich hatte ich noch meine Wollwalkjacke und mein Kuscheltuch hindrapiert, damit es da auch bisschen geschützter ist.
  6. Ausserdem mit dabei: unsere Dinkel-Reisekissen
  7. Zwar keine wirkliche Zelteinrichtung, aber dennoch interessant: unsere Nachtgewänder. Der Wolf hatte einen langen Schlafanzug. Ihm war nicht kalt, wenn doch (des morgens) kam er zu mir unter die Decke gekrabbelt. Der Sterngucker hatte auch einen langen Schlafanzug an, wenn es kühler war auch Socken und steckte in seinem Kokon. Teile der Nacht hatte ich ihn auch auf meinem Bauch mit unter meiner Decke liegen. Ich selbst hatte eine lange Schlafanzughose und ein kurzes T-Shirt an.

Wir haben im Zelt recht gut geschlafen. Einzig die Unebenheiten im Boden waren etwas unbequem. Der Sterngucker hat genauso gut oder unruhig geschlafen wie daheim auch. Manchmal knarzt er des nächtens stundenlang und macht verdauungsgeräusche, manchmal sitzt ein Pups oder Rülpser quer, dann meckert er. Ich lege ihn mir dann meistens auf den Bauch und streichel seinen Rücken.

Generell tut mir das draussen (im Zelt) schlafen wirklich gut. Obwohl die Nächte kürzer, dh mit weniger Schlaf sind, fühle ich mich tagsüber fitter und entspannter. Das macht bestimmt die Frischluft. Das ist mir schon all die Jahre beim Gatkacamp aufgefallen. Eigentlich wäre ein Aussenbett richtig toll (so für hier daheim). Aber so richtig weiss ich gar nicht, wie ich das umsetzen könnte.Manche haben ja so überdachte Terassen, wo sie draussen und trotzdem geschützt schlafen können. Aber ich schweife ab…

Mehr vom Camp gibts in Teil 2. Ich hatte nämlich interessante Gespräche und Workshops.

4 Responses to “Auf dem Pfingstcamp, Teil 1”


  1. 1 Mama im Wachstum 12. Juni 2012 um 21:03

    Danke für deinen Bericht. Ich hab in meinem Leben schon so viele Nächte im Zelt verbracht, ich kann sie gar nicht zählen. Fühle mich auch immer sehr wohl. Mit Baby wär mir das ganze aber trotzdem zu stressig, noch dazu ohne Mann. Du hast meine volle Bewunderung! (Gar nicht zu reden von 6 Stunden autofahren…. )
    Alles Liebe, Katharina

  2. 2 Kivi 12. Juni 2012 um 23:40

    Ein Außenbett, ja das wärs! Sollte ich jemals mein eigenes Heim finden, dann werde ich da was erfinden :-) Ganz bestimmt!
    Ich freu mich auf weitere Campeinträge!

  3. 3 Tina 13. Juni 2012 um 01:01

    Oha, bei uns war’s noch dicker: isomatten, Alumatten, darüber kuscheldecke, schlafsäcke als unterlage, dann die eigentlichen Schlafsäcke. (war aber auch nur drei grad und regen in der ersten nacht) Baby in der kinderwagentrage am kopfende. Meine grossen jungs (4 & 2) lieben zelten, das Baby fand es auch gut.

  4. 4 Maria 13. Juni 2012 um 09:28

    hach das klingt alles toll. Vielleicht muss ich im nächsten Jahr auch dabei sein. Liebe Grüße aus Altona von Maria!


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