Dünnhäutig

Trotzdem ich mich gerade sehr ausgeglichen und entspannt fühle, erwische ich mich in diesen dünnhäutigen Momenten. Etwa, wenn ich das Hausgeburts-Schwangerschaftstagebuch von Frau Brise lese und mir die Tränen kullern. Oder die Geburtsgespräche auf Twitter mitlese. Dann fallen mir plötzlich die enttäuscht, verzweifelt und erschöpft geweinten Tränen ein, als ich wehend am Tisch stand kurz bevor wir in die Klinik fuhren. Die kehlezuschnürenden, aber erleichternden Tränen als ich im Nebel der Medikamente den ersten Schrei des Sternguckers hörte.

Oder bei der rührenden Geschichte, über eine Mutterkuh, die ihr Baby vor dem Bauern versteckte, damit es ihr nicht wieder weggenommen würde. Dann fühle ich mich traurig, hilflos, klein und unbedeutend.

Scheint so, als wäre doch noch nicht alles im Lot oder müsste mal wieder etwas betrachtet werden.

7 Responses to “Dünnhäutig”


  1. 1 Ina 23. August 2012 um 12:45

    Hallo.
    Das kenne ich gut, ich konnte mir auch lange keine berichte über geburten ansehen. Aber kopf hoch, das kommt wieder ins lot.
    Grüßles
    Ina

  2. 2 Netti 23. August 2012 um 14:59

    Du bist eben ein Mitfühldendes Wesen! Darfst nur nicht mitleiden, denn das macht krank. Mitfühlen bildet den Charakter! Außerdem ist die Stillzeit eh eine sehr emotionsgeladene Zeit. Sehr schön, aber wir sind da einfach empfindlicher. Alles ist gut, solange Du fühlst und nicht leidest. Yoga ist doch herrlich um sowas zu verarbeiten. LG Netti

  3. 3 frauniepi 23. August 2012 um 19:29

    ich fühlte mich damals um die geburt betrogen und mir hat es sehr geholfen im hebammenzentrum mit einer psychologin zu reden. das tat so gut und nach zwei sitzungen hatte ich meinen frieden damit gemacht. vielleicht ist das auch etwas für dich?

  4. 4 Frische Brise 23. August 2012 um 19:41

    Oooooch. Ich heule doch auch immer bei solchen Einträgen…
    Vielleicht kannst Du nochmal mit Deiner Hebamme drüber reden?

  5. 5 fruchtschnitte 23. August 2012 um 20:44

    Ich verstehe dich, wollte aber dringend loswerden: Ich hatte eine Hausgeburt. Es war wunderschön und rosarot. Das erste Jahr habe ich dennoch geheult ohne Ende, war dünnhäutig, sensibel(st) und empfindsam. Stillen, Hormone, Eisenmangel waren wohl keine ausgeglichene Kombi. Herzliche Grüße von Fruchtschnitte

  6. 6 ausdemhofleben 24. August 2012 um 07:28

    Gefühle sind doch überlebenswichtig,nicht nur die Positiven.Gib dir Zeit um dich mit deinem Geburtserlebnis auszusöhnen!
    Zum Thema Milchkühe: Hier in der Schweiz gibt es einen Bauern,der zuerst das Kälbchen bei der Mutter satt trinken lässt und erst danach das Euter leer melkt…meine Eltern haben das übrigens bei den Ziegen auch immer so gemacht und ich habe noch gelernt mich beim Tier zu bedanken,wenn ich seine Milch im Milchkessel hatte…
    Wir kaufen die Milch auch bei einem Bauern der erst die Kälber trinken lässt(jedoch wegen der Hygienevorschriften aus dem Kessel)und erst danach die überschüssige Milch verkauft.

    Liebe Grüsse Pia


  1. 1 ichbindiegute » Read my lips and they will tell you Trackback zu 22. Oktober 2012 um 10:54

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