Altersvorsorge

Ein Thema, was mich aktuell immer mal wieder beschäftigt, vorallem auch, weil der Mann mich wieder drauf brachte, ist Altersvorsorge als Selbständige. Grad kam nämlich Post von der Rentenversicherung mit der Aufstellung meiner Rentenpunkte und der später ausgezahlten eventuellen Rente. Ein interessantes, sehr vielschichtiges Thema. Zum einen ist da: „be in the moment“ – im Jetzt leben, ins Universum vertrauen … zum anderen möchte ich später ja nicht auf Sozialhilfe angewiesen sein oder daß meine Kinder für mich aufkommen müssen. Ich bin da noch sehr am Überlegen, wie ich das gestalte. Vorallem, wie ich eventuelle Rücklagen in mein derzeitiges Budget einbauen könnte.

Wie macht ihr das, so ihr selbständig/Freiberufler seid? Was sind eure Gedanken dazu?

 

 

 

 

14 Responses to “Altersvorsorge”


  1. 1 Malcesine 3. September 2012 um 09:17

    Ich bin zwar nicht freiberuflich, habe aber gerade genau zum Thema Rente einen Artikel gelesen, der mich sehr erschreckt hat: Jeder, der 40 Jahre lang unter 2.500 Euro brutto verdient hat, wird ab 2030 zwangsläufig wohl nur noch die Grundsicherung von 600 irgendwas Euro als Rente bekommen … Das was in der Post der Rentenversicherung steht, soll utopisch sein. Das finde ich doch arg beklemmend, da 2.500 Euro ja nun nicht unbedingt wenig ist, oder? Aber alles für später anzusparen, widerstrebt mir auch, da man ja auch, wie du schon sagst, auch im Heute leben will. Einen Tipp habe ich gerade nicht, ich weiß nur, dass sich mit Kindern wohl tatsächlich die Riesterrente „lohnt“, zumindest ist es ein Ansatz und nicht das schlechteste …
    Ratlose Grüße, Ulrike.

  2. 3 Micha 3. September 2012 um 10:30

    Ein wichtiges Thema, das ich ehrlich gesagt auch sehr gerne verdränge. Als Freiberuflerin, die nur sporadisch ab und zu mal was verdient, ist es wohl sehr schwer, auf eine akzeptable Verdienstsumme zu kommen. Neben der Riester- gibt es ja noch dir Rüruprente – vielleicht ist die ein Thema? Tipps gibt es übrigens im „Leitfaden für freie unterrichtende, beratende und therapeutische Berufe“ von Thomas Bannenberg.
    LG, Micha

  3. 4 Kivi 3. September 2012 um 10:57

    Das mit den 2500 habe ich auch gerade gestern gehört, und ich finde es erschreckend. Ich arbeite nämlich quasi rund um die Uhr, und habe sehr viel weniger als diesen Betrag raus. Da ich nicht selbstständig bin, mache ich Riester, schon eine ganze Weile, um meine Zukuntsängste ein wenig zu unterdrücken. Dennoch hat mir jemand ausgerechnet daß es nicht reichen wird…. Ich will allerdings auch nicht alles für die Zukunft zurücklegen, da ich auch gerne HEUTE leben möchte. Wer weiß was irgendwann mal ist. Doch ganz ohne Rückhalt dastehen will ich auch nicht. Es ist wirklich ein Dilemma.

    Leider habe ich auch keinen Tipp für dich, tut mir leid :-( Das ganze Thema macht mir ziemlich oft Bauchschmerzen, muss ich gestehen.

  4. 5 sandra 3. September 2012 um 11:09

    egal ob freiberuflich oder nicht, jeder sollte früh genug an die private vorsorge denken. finde ich. denn wenn man früh genug anfängt und sein geld arbeiten lässt, benötigt man keine großen geldmengen jeden monat. jetzt bin ich kein anlageberater und habe ein segen einen mann, der sich damit beschäftigt und immer auf dem aktuellen zinsstand ist (kein ahnung, wie viele tagesgeldkonten ich hatte in den letzten 10 jahren, weil es für neukunden immer die besten zinskonditionen gibt). staatliche rentensysteme sind aber glaube ich nicht gerade die lohnendsten (riester, rürup etc…). es gibt da aber bestimmt auch spezialhefte oder so von der zeitschrift „finanztest“, vielleicht findest du da ja was.
    ich kann nur sagen, ich habe täglich mit menschen zu tun, die ihr leben lang selbständig gearbeitet und sich den rücken krumm gemacht haben, dabei aber nicht ans rentenalter dachten. leben im jetzt ist ja ganz schön, macht aber das „leben im jetzt mit 65“ damit nicht schöner. ein mittelding ist wahrscheinlich das richtige.

    die beschäftigung mit dem thema hat bei mir aber auch so einen „ich muss unbedingt mal den keller aufräumen“-stellenwert. das problem ist, dass man wirklich viel zeit investieren muss, um im dschungel der möglichkeiten durchzublicken und sich immer auf dem aktuellen stand zu halten. und dafür fehlt mir absolut die motivation. wenn heimi nicht wäre, hätte ich immer noch mein sparbuch ohne onlinebanking und punkt.

  5. 7 liessi 3. September 2012 um 12:29

    …bei diesem thema fange ich immer an, darüber nachzudenken, wie die welt in 20 jahren aussehen wird…
    meine einnahmen sind derzeit sporadisch und niedrig und mein rentenanspruch auch, daher versuche ich, alles andere, das – abgesehen von einem finanziellen polster – für ein leben im alter wichtig ist, zu „bearbeiten“ bzw. mich zu informieren, also gesundheitsvorsorge, ausgeglichenes, denken, flexibilität, gemeinschaftliche wohnformen etc.

    als anlage für zukünftige einnahmen finde ich beteiligungen an landwirtschaftliche bio-betrieben etc. eine tolle sache. auch die öko-bank meines vetrauens bietet einige gute, nachhaltige anlageformen an.

    es steht ja auch immer die höhe der verzinsung gegen den gedanken der nachhaltigkeit der anlage, das ist eine sehr individuelle entscheidung.

    bin gespannt welche ideen und vorschläge hier noch kommen..

  6. 8 Mrs.Bats 3. September 2012 um 14:40

    Ich habe gestern auch die frohe Botschaft mit den 2500€ brutto in den Nachrichten gehört.
    Ich zahle jeden Monat einen Minimalbetrag in eine Zusatzversicherung ein und bekomme später noch eine kleine Firmenrente.
    Statt 600€ bekomme ich dann vielleicht 750€…
    auch nicht der Brüller,aber mehr geht bei meinem Teilzeitjob einfach nicht.

  7. 9 Jules 3. September 2012 um 15:12

    Meine Altersvorsorge (als Autorin/Übersetzerin) fußt aktuell auf drei Säulen: KSK (Gottseidank!), Riester und Wohneigentum.
    Obwohl man natürlich ans Nachdenken kommt: aktuell kriegt man ja nicht mal für seine Sparguthaben bei einer „guten“ Direktbank Zinsen, die einen Inflationsausgleich schaffen würden – weshalb eine schleichende Entwertung der Sparvermögen aufläuft, wenn man welche hat. Alles doof – aber kein Grund, nichts zu tun, denn es ist vermutlich noch blauäugiger, wenn man einfach gar nichts tut und es auf sich zukommen lässt.

    Ich glaube, die beste Altersvorsorge, wenn ich sie mir aussuchen könnte, wäre ein Haus auf dem Land mit ein bisschen mehr Grund als den Handtüchern, die man so kriegt. Ein großer Gemüsegarten, ein paar Schafe für die Wolle, Stallkatze, usw. Das wär’s. Ein kleines Bisschen Autarkie, ein kleines Bisschen Freiheit von der großen, bösen Finanzwelt.

    LG, Jules

    • 10 jademond 3. September 2012 um 15:15

      Ja, ich denke auch an wohneigentum. aber wovon zahlen wenn nicht stehlen? ich schau mich um. sind schon viele interessante ideen aufgekommen.

      • 11 Jules 3. September 2012 um 15:28

        Ich gebe zu: wir hatten Glück. Erstens ist es in diesem Teil der Republik nicht so teuer wie z.B. in den Ballungsräumen, zweitens ist es Glück gewesen. Und im Moment, machen wir uns nix vor, sind die Preise einfach nur elend versaut am Immobilienmarkt. Leider. (dafür sind die Zinsen unschlagbar günstig. Irgendwas ist immer.)

  8. 12 Herbstzeitlose 3. September 2012 um 17:29

    Man kann sich bei Verbraucherzentralen zu Renten- und anderen Versicherungen beraten lassen, das kostet allerdings was. Wohneigentum würde ich nicht in einer ländlichen Gegend erwerben. Wenn man nicht mehr Auto fahren kann, kann man dort nicht mehr wohnen. Außerdem wird in den meisten ländlichen Gebieten der Wert der Immobilien in den nächsten Jahrzehten aufgrund des Bevölkerungsrückgangs eher schrumpfen.

  9. 13 Mama arbeitet 7. September 2012 um 17:15

    Hallo Jademond, ich komme über deinen Kommentar auf Frische Brises Blog und bin die andere kleine, zierliche Frau ;). Das Thema Rente macht mir auch Kummer, ich habe ebenfalls kürzlich meinen Bescheid von der BfA erhalten und prompt dazu etwas gebloggt: https://www.mama-arbeitet.de/standpunkt/mamas-renteninformation-der-bfa. Ich sehe mich im Alter auf dem Sozialamt, um es ganz deutlich zu sagen. Bin ebenfalls freiberuflich tätig, weil mich als Alleinerziehende mit 3 kleinen Kindern leider keiner einstellt, und habe keine Rücklagen. :(

    Herzlichen Gruss, Christine

  10. 14 Luise 13. September 2012 um 09:08

    Hi, auch ich komme von einem anderen Blog auf Deinen und lese immer wieder gerne hier. Zum Thema Rente: ich bin auch freiberuflich und habe mich über die Rürup-Rente informiert (der Riester für die Freiberufler). Für mich ist sie leider nicht so interessant, weil ich den maximalen Abzugsbetrag überschreitet. Aber vielleicht passt es ja bei Dir?
    Ansonsten ist privat vorsorgen ist immer gut. Immobilien sind aber derzeit (laut meinem Finanzberater) nicht so empfehlenswert: 1. machen es grad „alle“; 2. sind die Preise wegen 1. astronomisch (zumindest im Südwesten von DE). Da sollte man eher noch ein paar Jahre warten. Von daher will ich eine Mischung aus fester Anlage und Wertpapieren machen, um nicht ganz von den freien Märkten abhängig zu sein.
    Gruß, Luise


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